Mittwoch, 13. Juni 2012

Alltag

Gestern Abend nach der Tropfinfusion auf dem S-Bahnsteig Jungfernstieg über eine Stunde - die meiste Zeit davon stehend - auf meine Bahn gewartet: Irgendein Idiot ist im Gleisbett herum spaziert oder, was selbstredend schlimmer wäre, hat sich selbst nach dem Leben getrachtet. Mal wieder. In solchen Fällen wird das komplette Stromnetz der Bahn abgeschaltet. Ich war also kurz nach 19 Uhr im Hause, müde und hungrig, aber ohne jegliche Neigung zur Küchenarbeit. Also Kaffee und ein Keks, Ende.

Online-Banking gemacht und hinterher meine PC-Technik mit allerlei aktuellen Updates versehen, unnützen Kram de-installiert, Dateien zwischen Netti und PC hin- und her kopiert, so Zeugs eben.

Heute der erste Tag "nach Herrn X" im Büro. Noch geht es ja alles... habe aufgehört, mich vorauseilend verrückt zu machen, ich habe auch so genug zu tun. Unser Chef ist froher Stimmung, obwohl die Chef-Familie ihren Dublin-Kurzurlaub aufgrund der aktuellen Lage in der Firma verschoben hat auf März 2013. Aer Lingus hat pro Person Euro 70,00 für die Umbuchung kassiert.

Seitdem unsere Firmen-Liebesvögel sich geoutet haben, ist alles ganz entspannt. Ja, sie haben sich schließlich doch noch "gekriegt", einer hat eine Entscheidung getroffen. Irgendwie freuen sich alle mit und es wird immer lockerer bei uns. Und ich bin plötzlich "per du" mit Leuten, die ich seit zehn, vierzehn Jahren sieze. Lustig ist die Umstellung, weil sich fast jeder immer mal wieder verspricht.

Vormittags ein Anruf aus der Zahnarztpraxis, ich möge doch bitte morgen früh kommen. 7.30 Uhr, hinterher kann ich in die Firma, eine Aktion ohne Betäubung, Anpassen des "Gerüstes", na ja.

Am Abend meine Apotheke reich gemacht: 38 Euro für alle verordneten Medis plus Antihistaminikum.

Morgen kommen hoffentlich die "Untersetzer" für meinen kleinen Korbsessel, damit ich ihn an seinen Bestimmungsort befördern kann. Ich muss mal sehen, wo ich ein passendes Sitzkissen bekomme. Außerdem brauche ich dringend neue Pflanzen für draußen, manches von meinem Grünzeug mag nicht mehr, muss ersetzt werden: Immerhin ist Juni, wenig Sonne, reichlich Regen.

Gleich Fussi gucken, hoffentlich wird dieses Spiel interessanter als das vom Sonnabend, da hatte ich glatt die letzten 20 Minuten verschlafen! (Gottseidank war das Tor vorher gefallen, so dass ich es noch mit erlebt hatte.)

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