Montag, 14. November 2011

Eiskalt und neblig und das Töchterlein

... ist wieder fort. Noch nicht weg geflogen. Umgezogen ins Tagungshotel zu den Kollegen.

Schade, dass sie nicht so ganz gesund war. Schön, dass sie uns "so zwischendurch" kurz besuchen konnte. In sechs Wochen etwa ist das Töchterlein wieder hier - so bald ist nämlich schon Weihnachten!

Freitag und Sonnabend hatten wir hervorragendes Wetter. Zwar eisig kalt (Schal! Handschuhe! Dicke Socken!), aber es schien die Sonne. Dann änderte sich die Wetterlage: Nachtfrost, Raureif und Nebel 24 Stunden am Tag. (Offenbar nur hier südlich der Elbe. In Hamburgs Norden herrschte zumindest heute klare, weite Sicht.) Diese drückende feuchte Luft ist so gar nichts für mich, alles strengte doppelt an, schwere Atmung und Herzklopfen bis in den Hals. Dazu macht sich bei mir ein Infekt breit. (Also wieder Cortisontabletten.)

Gestern trafen wir uns mit Töchterchens Bruder in der City, schauten so dies und das an, shoppten ein wenig in der Wandelhalle und verspeisten ein "halbes Schwein auf Toast".

Dem Wetter angemessen verliebte ich mich augenblicklich in diese Hauspuschen, die wenig mehr sind als Socken mit Sohlen und sooooo gemütlich!



Gestern Abend gab sich die Tochterfreundin die Ehre - ich hatte sie auch lange nicht mehr gesehen - das gute "Kind" ist so fleißig und lernt andauernd, so dass wir einen bunten Abend hatten, zu dem erst eine reichliche Verkostung neu eingekaufter Teesorten gehörte, dann allerlei Antipasti und schließlich noch ein guter Schluck Rotwein.

Da wir nun beide gesundheitlich ein wenig angeschlagen waren, übertrieben wir unseren langen Abend dieses Mal nicht (sehr) und waren gegen Mitternacht im Bett. Schließlich hatten wir uns für heute den Wecker gestellt!

Heute Vormittag ging es dann auf eine kleine Runde nach Harburg, schöne Dinge angucken und einkaufen. Während wir eine letzte TeaTime abhielten, erschreckte mich ein lautes Geräusch und beim anschließenden Blick aus dem Fenster die Anwesenheit von Gärtnern auf meiner Terrasse. Draußen mit dem Mann an der Säge gesprochen... man sei beauftragt, den Feuerdorn runter zu schneiden.

Irgendwie ja "gotteseidank", denn mir war er ja reichlich über den Kopf und über meine Kraft gewachsen. So war ich ganz dankbar, dass die Wohnungsgesellschaft sich kümmerte. Andererseits passierte natürlich genau das, was ich fürchtete: Männer! Trampelten alles nieder, was ihnen vor die Füße kam. Lavendelpflanzen, Fuchsie... das konnte ich nicht mit ansehen.

Aber es war ohnehin Zeit für den Start der Tochter, der ich noch bei der Bahnfahrt gerne hatte Gesellschaft leisten wollen. Im Norden der Stadt hieß es dann Abschied nehmen und ihr einen klitzekleinen Moment hinterher zu sehen. Töchterlein mit rotem Rollkoffer - gleichzeitig junge Karrierefrau auf dem Weg zum Meeting.

Als ich zurück kam, war es dunkel, die Gärtner verschwunden, das Elend draußen ohne Tageslicht nicht zu sehen.

Im Gegenzug könnte ich über meine Zimmerpflanzen ganze Bücher füllen - allein, es fehlt mal wieder die Zeit. Also nur kurz: Das Fensterblatt "monstera deliciosa", das ich als Ableger von Nina bekam, produziert Blatt auf Blatt, und dieses Mal ein besonders schönes, fein und reichlich geschlitztes!



Zwischendurch mit X und dem Krankenhaus telefoniert. Die Lady hat anscheinend die OP gut überstanden. Es geht ihr den Umständen entsprechend zwar schläfrig, aber gut.

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