Sonntag, 7. August 2011

Eine Reise nach Neapel

- e parlare italiano, Reinhard Raffalt, Prestel-Verlag, 17. (!) Auflage, erschienen 1957

(Da ich heute zwar sehr fleißig war, aber nichts bloggenswertes dabei herauskommen kann, stelle ich Euch wie kürzlich angekündigt meinen aktuellen Lesestoff vor.)

Dass man einen solchen Wälzer noch "Taschenbuch" nennen kann - trotz seiner fast 600 Seiten - verdankt das Buch sicherlich dem typischen Papp"einband". Es trägt den Untertitel "Sprachkurs - Reiseführer - Wörterbuch und amüsante Lektüre!"

Darunter mag man sich nun vorstellen, was man will... Es handelt sich um eine fiktive Reisebeschreibung vom Brenner nach Neapel incl. ausführlicher "virtueller" Besichtigung diverser örtlicher Besonderheiten. Ganz nebenbei erhält man eine Einführung in die italienische Sprache - incl. Lautschrift und lehrbuchtypischer Vokabellisten nach jedem Kapitel.

Nun habe ich die letzten zwei Jahre nicht ganz umsonst versucht, die Sprache so weit wie möglich zu erlernen - ich stelle während der Lektüre fest, dass mir das Vokabular sehr wohl vertraut ist... Der spezielle Spaß an diesem Lesestoff ergibt sich für mich daraus, dass dieses Buch gewissermaßen ein Zeitdokument der 50er Jahre darstellt. Das fällt bereits bei den ersten Worten auf ... allein diese antiquiert scheinenden Höflichkeitsfloskeln lassen mich lächeln. Und natürlich die näheren Umstände dieser fiktiven Reise, wo es z.B. um die Gepäckträger auf den Bahnhöfen und im Hotel um die Zigarettenjungen geht. Der Charme einer vergangenen Zeit, wie man ihn nur in alten Schriftstücken wiederfinden mag. Und überall eingestreute Vokabeln und Sätze, damit der Leser den größtmöglichen Nutzen hat.

Auf jeden Fall eine vergnügliche Lektüre für die nächsten Tage!

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