Dienstag, 19. April 2011

Nach drei Tagen Inselurlaub...

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- Habe ich das "große Muskelkaterdiplom": erst in den Armen vom Ziehen und Schleppen meines Reisegepäcks, dann in den Beinen vom Erklimmen wahrhaft hoher Dünen, zu guter Letzt an allen Stellen, die für das Radfahren zuständig sind.



- Bin ich freudig überrascht davon, wie nahe Amrum meiner Vorstellung von "Vertrautes und Neues" kommt. Vertraut ist mir die Landschaft (die Dünen, der Strand, die Wälder, Felder und die strohgedeckten Friesenhäuser) - neu sind selbstverständlich die jeweiligen Gegebenheiten.



- Bin ich froh, mir gestern ein Rad gemietet zu haben: So ist mein Radius um ein vielfaches größer. Seltsamerweise brauche ich nur ohne Ziel loszufahren - der Rest ist instinktgesteuert, und ich komme immer irgendwo an, wo es ganz wunderbar ist.



- Habe ich endlich das erste Stück Strand gefunden, das meinem tief in mir eingegrabenen Bild der Nordsee entspricht. Der Ort "Nebel" hat seinen Namen wahrhaft verdient: Er hat einen Strand im Nebel. Wären da nicht die Bohlen, die den Weg zum Wasser markieren würden, man hätte nach 100 m die Orientierung verloren, denn: gut einen Kilometer geht man von den Dünen bis zur Wasserkante. Der Horizont ist im Nebel versunken, ringsum ist alles watteweich...



- Fand ich zurück vom Strand und durch den Wald einen bezaubernden kleinen Ort zwischen Äckern und Wiesen liegen, der nur aus strohgedeckten Friesenhäuschen zu bestehen schien. Und eine Windmühle!



- Wird es normal, in den Orten überall Fasanen und Rebhühnern zu begegnen. Die meisten haben nicht genug Geduld, bis meine Kamera schussbereit ist und spazieren einfach weiter.


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