Sonntag, 31. Oktober 2010

Selbstgeschenke

Offene Geschäfte an jedem Wochentag und zu fast jeder Tages- und Nachtzeit gibt es in der Wandelhalle des Hauptbahnhofes, was lag also näher als dort hin zu fahren?

Immerhin "brauche" ich für morgen früh einen Blumenstrauß, der zuverlässig frisch und knackig sein muss. Leider gibt es in meinem Umfeld bzw. auf meiner Wegstrecke nur sehr wenige Geschäfte, die dieses sicherstellen können. (Ich spreche hier nicht von Blumen-Discountern. Ich brauchte ein hübsch gebundenes Etwas!) Ich bin dann tatsächlich fündig geworden, gut so.

Zweiter Grund für meinen Ausflug war der Kauf einer neuen Adesso, ich habe hier schon so oft von der Zeitschrift geschrieben, dass man meinen könnte, ich mache hier Werbung. Zu meiner Freude gibt es mal wieder eine praktische Beilage "Vokabeltraining": La vita e la comunicazione quotidiana. (Nur weil ich in letzter Zeit nicht so viel davon berichte, bedeutet das nicht, dass ich etwa nicht mehr lernen würde. Manchmal kommt frau eben auch zu nichts...)

Und wie ich noch so sinnend und schauend vor der Zeitschriftenauslage stehe - das sollte ich wirklich lassen, das wird fast immer teuer! - fällt mir etwas besonders Schönes ins Auge: "Impressionismus" aus der "Geo Epoche Edition." Ein hochglänzendes Äußeres, im Inneren alles gedruckt auf hochwertigem Papier... das ist eher ein Kunstband als eine Illustrierte, gefällt mir augenblicklich, spricht wieder die Person in mir an, die sich bereits mit 15 Jahren mit den Impressionisten beschäftigte und Kunstbücher zulegte... kurz und knapp: Ich kam am Kauf nicht vorbei ;))

Um alle weiteren "verführerischen" Geschäfte schlug ich dann lieber große Bogen, sonst wäre dieses ein wahrlich teurer Sonntag geworden.

Herbst: Harburg im Regen

Auch sonntags lässt sich - trotz geschlossener Geschäfte - etwas bewerkstelligen, so dass mich meine Schritte (und die S-Bahn) nach Harburg lenkten. Der Regen störte mich kein bisschen, eher im Gegenteil, denn er gab der herbstlichen Welt immerhin ein glänzendes Aussehen:


Verwaistes Straßencafé


Fußgängertunnel mit "Kunstwerken"


Rieckhof


"Engelbräu"


Hier lassen sich gerade nur Blätter nieder


Stühle hinter Glastüren

Samstag, 30. Oktober 2010

So, liebe Kinder, gebt fein acht

... ich hab Euch etwas mitgebracht.
(Kleiner Spaß am Rande.)

Erinnerung: Die Zeitumstellung naht mal wieder, also nicht vergessen, die Uhren umzustellen!

Waldspaziergang

Gestern hatten wir wirklich das seit Tagen angekündigte sehr tolle Herbstwetter. Ich hatte ja nur darauf gewartet, um endlich mal wieder durch "meinen" Wald zu streifen und frische Fotos machen zu können. (Ja, ja, außerdem hat mir der Arzt Waldspaziergänge verordnet... aber wer mich kennt, weiß, dass ich sehr gerne dort den einen oder anderen Weg mache, außerdem ist dieses Naturschutzgebiet bei mir "gleich quer über die Straße.")



Mich packte sofort die Begeisterung angesichts dieser leuchtenden Herbstfarben:













Diesen Baum habe ich schon zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter fotografiert, ich finde ihn immer wieder schön!










An diesem Holzstapel traf ich einen sportlichen älteren Herrn (mit Fahrrad, Schutzhelm und Rucksack), der mich sogleich über dieses Holz aufklärte und auch ansonsten sehr redebegeistert war...





Inzwischen durchstreifte ich einen mir unbekannten Teil der Gegend - ich hatte ernsthaft gedacht, ich würde diesen Wald in- und auswendig kennen! Vermutlich hatte ich sonst die Hügelauf-und-abwärts-Strecken früher umgangen? Mir ging es jedenfalls hervorragend, und ich merkte gar nicht, dass ich stetig aufwärts ging - bis ich mich in einer Abwärtsspirale bewegte!
Mein innerer Navigator lenkte mich perfekt, so dass ich am Ende nur ca. 20 m entfernt von meinem Zugang aus dem Wald heraus kam:





Natürlich habe ich noch viel mehr Fotos gemacht (scrollen bis ans Ende der Winterbilder...)

Freitag, 29. Oktober 2010

Wunderbar

Ich habe einen ganz wunderbaren Waldspaziergang hinter mir und sichte gerade die Foto-Ausbeute. Komm doch nachher wieder vorbei...

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Herbstgarten - Erdung

Wer meine letzten Einträge hier gelesen hat, merkt an meinem teilweise unsortierten Deutsch, wie durcheinander ich im Grunde immer noch bin. Am späten Nachmittag nahm ich meinen Kaffeebecher und die DigiCam mit auf die Terrasse - und: ja, es war kalt, es nieselte, alles in allem war es ungemütlich. Aber ich war warm genug angezogen, somit spielte das keine Rolle. Ich denke schon, dass es mir gut getan hat, einen meiner ganz normalen Foto-Rundgänge zu machen... Ich bemühe mich darum, wieder im ganz normalen Leben anzukommen.








Technikbegeisterung

... macht sich immer wieder bei mir breit. Zunächst denke ich, wie bekannt, bei allen möglichen Sachen "brauche ich nicht" - dann wird es plötzlich für mich ganz wichtig, dann nämlich, wenn die gewohnten Dinge und Wege nicht zur Verfügung stehen!

So bin ich ja auch (wie bekannt) Hals über Kopf zum Web Stick gekommen.
Mit eingeschränkten Möglichkeiten im KH fest sitzend, versuchte ich dann erfolgreich mehr:
Handyfotos via Bluetooth in Richtung Netbook, dann verkleinerte Bilder via mobile Zugang Richtung Picasa... alles, alles problemlos.

Ich erinnere mich an Zeiten, wo allein die Installation eines CD-Rom-Laufwerkes vier (!) Stunden in Anspruch genommen hatte. Lang, lang ist es her. Seither immer wieder gelernt: Nichts, absolut nichts, funktioniert computertechnisch sofort. Es tauchen immer Probleme auf.

Ohne es beschreien zu wollen, es hat sich allerhand getan!

Weiterhin aus dem Verkehr gezogen

Ganz brav habe ich mir eine internistisch-hausärztliche Praxis ge- und besucht, die so im Moment auf mich einen ganz guten Eindruck macht. Eine Krankschreibung war selbstverständlich - damit "sich erstmal alles setzen und ich mich sammeln" kann - eine Facharztüberweisung wurde mir auch umgehend ausgehändigt.

Ich werde allerdings am Montag im Büro vorbei schauen und Frau L. ein paar Blümelein überreichen sowie - natürlich - einige Dinge zeigen/erklären. Das ist mir wirklich wichtig, ist ja auch mehr ein "Besuch" und weniger "Arbeit".

Sonstige ärztliche Anweisung: Waldspaziergänge. Kein Problem (so das Wetter mitmacht).

Dienstag, 26. Oktober 2010

Krankenhaus-Armband

Auf dem Bild hier auch schon zu sehen: Das "Babyarmband". Automatisch bekommt jeder Patient des Krankenhauses dieses Armband um - ich habe es nicht einmal mitbekommen, als es an mein Handgelenk kam. Das Band war "ein wenig" zu lang gewesen, so dass wir es am Wochenende gekürzt haben. Heute Abend erst hatte ich realisiert, dass ich es immer noch trage; natürlich jetzt mittels Schere entfernt und mal eben auf den Scanner gelegt...



Nach Sinn und Zweck dieser Maßnahme hatte ich gar nicht gefragt, nur albern gelästert "wenn jemand draußen (bei Wegen über das Gelände) umkippt, reicht ein Barcode-Scan, und man weiß, wo dieser jemand hin gehört."

Übrigens hatte ich den gleichen "Horror" vorm Krankenhaus wie die meisten Menschen, und das, obwohl mich ein anderes als dieses vor neun Jahren schon mal gerettet hatte. Na gut, wer geht schon "gern" ins KH? Ich habe nur positive Erfahrungen machen dürfen, die mir durchaus noch einen nächsten Eintrag hier wert sein könnten - nur heute Abend geht nichts mehr, mein Bett ruft.

Nachtrag: Ich habe nach Informationen über dieses Armband gesucht und bin fündig geworden (pdf-Datei).

Zitat: "Radio Frequency Identification (RFID) ist eine Technologie, die uns die Identifizierung von Objekten per Funk ermöglicht. Eingesetzt in Krankenhäuser kann sie helfen Kosten zu reduzieren, Zeit zu sparen und die Patientensicherheit und Pflege zu verbessern. So können mittels RFID, eingebettet in Armbändern, Patienten identifiziert, lokalisiert und ihr Zustand überwacht werden."

Humor ist, wenn man trotzdem lacht

Heute Mittag rief Frau L. aus dem Büro an, irgendwie total verwirrt, weil sie doch so viel vergessen zu haben meint... Eigentlich haben wir die ganze Zeit nur gelacht. In dem Bewusstsein, dass allerlei gerade quer läuft, was niemand ändern kann sowie die Nacharbeit für uns so viel sein wird, dass sie nicht in ein oder zwei Tagen zu bewerkstelligen ist, blieb uns gar nichts übrig, als immer nur drüber zu kichern. Und uns gegenseitig zu versichern, wie sehr wir uns darauf freuen, bald wieder ein Team sein zu dürfen.

Hoch leben das Chaos und die gute Laune!

Nach Hause!

Nachdem mich 24 Stunden lang dieses Ding gequält hat



und ich ansonsten meine freie Zeit mit meinem Lehrbuch verbracht habe



heute außerdem ein soooo schöner Herbsttag ist



warte ich jetzt nur noch auf meinen Entlassungsschrieb - und dann geht es nach Hause!

Montag, 25. Oktober 2010

Heute war ein total anstrengender Tag

... der schon damit begann, dass ich nicht wirklich gut geschlafen hatte. Vermutlich war ich ganz einfach vom Zu-Hause-Wochenende zu ausgeruht? Jedenfalls erhielt ich um 22 Uhr eine sms der Kollegin, und das war es dann. Eine Stunde später fiel mir mein mp3-player ein, ok, mit italienischer Musik im Ohr konnte ich bis gegen halb drei schlafen - dann war nämlich der Akku leer :-))

Heute gab's volles Programm: Lungenfunktionstest Teil 2 mit Fahrrad fahren. Da wurde Frau nämlich verkabelt und verstöpselt, Blut gezapft alle paar Minuten - und sollte dabei konstant zwischen 60 und 70 km/h fahren, wobei natürlich recht nette "Steigungen" einprogrammiert waren. Am Ende lag ich schachmatt darnieder.

Nach einer Stunde zurück auf Station wartete bereits mein Mittagessen auf mich, dann gab es Kommando, mich auf der Kardio einzufinden... und jetzt laufe ich hier mit 24-Stunden-Blutdruck-Messgerät herum. Erst piept es, dann wird mir der Arm abgeklemmt, dass die Finger kribbeln, danach dann hoffentlich ein bis drei Werte gespeichert. Wobei das Ding manchmal alle 5 Minuten anspringt, manchmal auch erst nach einer halben Stunde.

Eine fröhliche Nacht ist damit schon mal garantiert, werde gleich den Musik-Player wieder aufladen...

Morgen dann auf die Auswertung/en warten. Mir wurde in Aussicht gestellt, dann in Bälde nach Hause zu dürfen. Schaun wir mal.

Am Nachmittag rief Frau B. an - mit Sicherheit tobt im Büro das Chaos, aber man trägt es mit Fassung und möchte tatsächlich, dass ich gesund werde... was ja auch alles in allem völlig okay ist.

Mobiles Internet #2

Ein Wunder der Technik :-)) Es funktioniert genau so, wie es das soll! Gerade eben eingerichtet und *husch*, da bin ich, live aus dem KH.

Sonntag, 24. Oktober 2010

Mobiles Internet #1

Ich ohne Internet - das geht gar nicht!

Ein paar Tage werde ich noch im Krankenhaus verbringen müssen zwecks Diagnose, bin also nicht bettlägerig. Und ich kann nur sagen: Ab 15 Uhr wird es sterbenslangweilig, es passiert dann außer Abendbrot (um 17.30 Uhr!) nichts mehr. Also werde ich heute Abend Netti mitnehmen.

Nun hatte ich gestern nicht viele Möglichkeiten für umfangreiches Informieren bzgl. Web-Sticks und habe ganz unkompliziert bei Aldi eingekauft: 1 x Medion Aldi-Talk-SIM-Karte plus 1 x Medion mobile Web Stick. Heute früh übers Internet die SIM-Karte registriert, und jetzt warte ich auf die Freischaltung. Ich habe extra ein uraltes Handy mit der Karte bestückt und gucke immer mal, ob ich Zugriff auf eplus habe.

To be continued.

Samstag, 23. Oktober 2010

Das beste Frühstück aller Zeiten...

... oder, um eine ehemalige Kollegin zu zitieren "die Friedhöfe liegen voll von den Unentbehrlichen."

+++

Es gehört schon eine Menge Überwindung dazu, für sich selber die 112 zu wählen. Aber: Ich lebe allein, und niemand kann den Notruf wählen, wenn ich ausfalle... Verantwortung für sich selber übernehmen kann auch bedeuten, um Hilfe zu rufen.

Ich möchte natürlich diese Erfahrung als solche niemandem wünschen - kann andererseits aber nicht umhin, der RTW-Besatzung und dem Notarzt ein dickes Lob auszusprechen! Diese Leute sind so ruhig und sicher in ihrem Handeln, man fühlt sich augenblicklich in guten Händen, gibt die Verantwortung praktisch ab mit dem Gefühl "alles wird gut."

Nachdem mich dieses schöne Gerät hier zwei Stunden auf der zentralen Notaufnahme überwacht hatte und eine erste Blutuntersuchung alle möglichen Herz-Kapriolen ausschließen konnte, wurde ich nach meinen Frühstückswünschen gefragt!



Frühstück??? Augenblicklich meldeten sich meine Lebensgeister: "Kaffee"!

Auf der Bettkante sitzend verspachtelte ich das beste Frühstück aller Zeiten...



Ich bin jetzt Patientin einer diagnostischen Fachabteilung, so weit stabil, dass ich seit heute früh Wochenend-Heimaturlaub habe, muss morgen dort wieder eintrudeln. Ein paar Untersuchungen sind noch fällig, ein erster medikamentöser Ansatz ist gefunden (aber noch nicht endgültig), den Rest werden die niedergelassenen Medizinmänner dann mit mir zu tun haben.

Und im Büro? Dort lawiert man sich so durch und wünscht mir gute Genesung. Die Ex-und-bald-wieder-Kollegin wird schon mal stundenweise einspringen, die Chefdame macht den Rest - und was daneben geht, wird später wieder zurecht gerückt. Ich bin erstmal aus dem Verkehr gezogen. Und darauf bezieht sich meine Einleitung...

Dienstag, 19. Oktober 2010

Kaum zu glauben

Vorhin habe ich den ersten Schwung der südamerikanischen Hochzeitsfotos angesehen - es kommt mir mal wieder vor, als sei es erst gestern gewesen, dass wir die Braut hier ins falsche Bettchen legten:

Zugeschüttet mit Aufträgen

... werden wir derzeit. An jedem einzelnen Auftrag hängen eine Menge administrativer Schritte bis hin zur Terminabsprache. Nicht zu reden von diversen Notfällen, die auch schon mal das "Programm" zu sprengen drohen.

Mein Hals kämpft noch mit den Resten der letzten Erkältung, so habe ich mitunter am Ende des Arbeitstages fast keine Stimme mehr und krächze leise in den Telefonhörer...

Noch immer bin ich damit beschäftigt, die Hinterlassenschaften der Ex-Kollegin in Ordnung zu bringen: Das Überraschende - aber in Anbetracht ihrer Arbeitsweise nicht weiter verwunderliche - ist, dass nach und nach Dinge auftauchen, die.... genug davon... Ich würde gern meinen jedes Mal wieder auftauchenden Ärger abstellen können. Sich ärgern macht Falten, und die brauche ich nicht!

Und, na klar, ich schreibe "so nebenbei" die Rechnungen für zwei Abteilungen. Die meisten sind gut vorbereitet, da geht es dann zackig, allein die Menge...!

[Wer sich wundert, dass ich jetzt hier tippe statt zu lernen, dem sei gesagt, dass ab sofort der Cousinen-Abend verlegt wurde auf Donnerstag.]

Ich werde mir jetzt mal Futter warm machen (steht fix und fertig im Kühlschrank) und dann am Kopfkissen horchen ;)

Montag, 18. Oktober 2010

Verheiratet

Interne Info: Gestern Mail von meiner Freundin I. bekommen, die große Tochter ist jetzt frisch verheiratet. Man bleibt noch ein paar Tage in Santiago, danach bekomme ich dann hoffentlich das "volle Berichtsprogramm" - habe bereits nach Fotos gefragt.

Fehl am Platze in Deutschland?

Zitat unserer Kanzlerin:
“Wir fühlen uns dem christlichen Menschenbild verbunden, das ist das, was uns ausmacht.” Wer das nicht akzeptiere, “der ist bei uns fehl am Platz“.

Incl. Spiegel-Link kopiert von den NachDenkSeiten, auf die ich über die Sammelmappe gestoßen bin. Ein Artikel, der o.g. Zitat vs. Grundgesetz zerpflückt, den ich mir so recht genüsslich zu Gemüte geführt habe. Nachmachen und nachdenken bitte. Am Ende bleibt die Frage "Quo vadis, Deutschland?" Die Integrationsdebatte führt zu so mancher verbalen Entgleisung - hoffen wir, dass es "nur" eine solche war. Die dürfte ich mir vielleicht versehentlich erlauben, aber unser Regierungshaupt?

Sonntag, 17. Oktober 2010

Wochenend-Erholung

Nach dieser wirklich anstrengenden (Arbeits-)Woche habe ich mir Freitagabend etwas Gutes getan:


(mit Gruß an die M-Tochter)

Danach gab es nur noch eines: ab ins Bett und erstmal ausschlafen!

Am Sonnabend dann ein Treffen mit der Lady in der Europa-Passage bei Pandora. Wirklich, die Dame scheint pandorasüchtig zu sein... Jedenfalls durfte ich mir dort ein Geburtstagsgeschenk aussuchen, das jetzt fein verpackt bei mir im Schrank liegt. (Ich habe eben ewig lange im Netz gesucht, bis ich "meinen" Ring gefunden hatte...!)

Und sie hat sich auch noch wieder etwas gekauft... Na gut, andere ältere Leute werfen ihr Geld zum Fenster raus bei Kaffeefahrten - dann doch lieber Schmuck für die Lady! Hauptsache, es erfreut.

Heute wieder: ausschlafen. Das ist irgendwie im Moment das Wichtigste.

Dann ein Besuch vom Sohn mit Update... (M-Geschenk übergeben, ist mit Lächeln bedankt worden)... später Telefonat mit der Großen.

Und nun? Natürlich wieder gleich ins Bett - die nächste super-anstrengende Woche naht!

Donnerstag, 14. Oktober 2010

"Ermittlungsverfahren gegen Sie"

Nach langer Zeit ist mal wieder eine betrügerische E-Mail in meinem Posteingang gelandet. Ich werde beschuldigt, mp3-Dateien in einem peer-to-peer-Netzwerk getauscht zu haben. (Wie schön, dass ich dieses überhaupt nicht mache!) Auffällig ist, dass es ein Schreiben ohne persönliche Anrede ist und ohne Umlaute. So so..., ich soll also eine Ukash-Karte kaufen und einen PIN-Code mailen, um damit hundert Euro zu bezahlen - anonym.

Nun bin ich von Haus aus neugierig, suche mal kurz nach dem angeblichen RA und Unterzeichner der Mail und finde sofort diesen Disclaimer. Hier auch.

Wie blöd muss man eigentlich sein, um derartigen Mail-Anweisungen zu folgen? (Oder: Wie schlecht muss ein Gewissen sein, damit deren Besitzer auf die geforderte Weise zahlt? Bis in den letzten Hinterhofwinkel sollte sich herum gesprochen haben, dass es illegal ist, Musik "downzuloaden".)

Pralinen

Aufräumen war es jedenfalls nicht, was Frau Ex-Kollegin gestern Nachmittag gemacht hat.

Ich habe den ganzen Tag damit verbracht, liegen gelassene und unbearbeitete Vorgänge zu sichten und zu sortieren, weg zu arbeiten, hinterher zu telefonieren, manches zur Rücksprache mit Kollegen zu stapeln. Unglaublich! Wie dumm muss man sein, damit man eine (größere) Rechnung doppelt stellt, wenn schon ein Kollegenvermerk "abgerechnet" auf dem Vorgang ist? So etwas ist nur peinlich - dem Kunden gegenüber. Vermutlich habe ich in Mappen "sortiert" einfach alles vorgefunden, was irgendwie unklar schien, wo sie hätte aktiv werden und sich hätte darum kümmern müssen...

Ja, es ist mir Unterstützung angeboten worden, aber abgeben könnte ich nur Standardsachen, davon ist heute fast nichts auf meinem Tisch gewesen. Womit ich nicht den Respekt für die Strapazen der Chefdame mindern möchte, die unverdrossen ans Telefon geht, Terminierungen vornimmt etc. (was wirklich ab und an Strapazen sein können!)

Die Überschrift, ja... Heute Nachmittag bekam ich von höchster Stelle einen Kasten überreicht mit "feinen handwerklich gefertigten Pralinen" - so als Motivationshilfe (oder Dankeschön oder whatever).

Übrigens, um meinen Faden von gestern noch einmal aufzunehemen, sie hat sich auch weder von den Kollegen noch vom Chef in irgendeiner Form verabschiedet: Man berichtete mir "und plötzlich war sie weg." (Das hatte die seinerzeitige neue Kollegin1 viel besser gemacht!)

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Was mich heute bewegt

... ist die Rettung der chilenischen Bergwerker.
Da gibt es Erdbeben, Überschwemmungen und - und - und mit hunderttausenden von Opfern... das bleibt für mich (so traurig es auch sein mag) eine gesichtslose Masse. Die eingeschlossenen Bergarbeiter haben eine Anzahl, bei der man sie noch als Individuen mit Einzelschicksalen wahrnehmen kann. Ich vermute, das ist der Grund, warum ich die Rettung, so zeitlich möglich, gespannt verfolge. (Sondersendung beim Schlafengehen, erste Meldungen beim Frühkaffee und vorhin nach dem Heimkommen erstmal wieder nachgeschaut.) Die meisten sind inzwischen zurück ins Licht gekehrt, aber ich trau dem Frieden erst, wenn auch der letzte an der Oberfläche ist!

Ohne Verabschiedung

Nun war schon heute das Ende ihrer Anwesenheit bei uns. Auf zwei Tage mehr oder weniger kam es nun auch nicht mehr an.

In den letzten Tagen haben wir uns immer wieder über die Kollegin ärgern müssen, ich hatte das Gefühl, am liebsten hätte die Chefdame ihr gestern spontan gekündigt. Ich wurde sogar gefragt, ob sie uns vielleicht absichtlich boykottieren würde (was ich aber nicht annahm). Weil sie so gar nicht zu Rande kam, betreue ich bereits seit gestern wieder "ihre" Abteilung mit. (Schon klar, dass ich im Moment wieder "absaufe", ja?)

Seitdem sie zwei Minuten bei BigBoss drin gewesen war, hat sie kaum noch ein Wort mit mir gewechselt, war auch zum Feierabend nicht startklar - keine Ahnung, was sie noch machte. Und als ich endlich nach Hause wollte, auch mächtig verspätet, trieb sie sich noch irgendwo in der Firma herum... Na gut, wenn sie sich nicht von mir verabschieden wollte, denn eben nicht. (Sie hätte mir ja eigentlich zunächst sagen müssen, dass sie nicht wiederkommen wird!) Ich vermute, dass sie sich extra verdrückt hat, um mir nicht "tschüss" sagen zu müssen. Sehr seltsam.

Wieder einmal habe ich monatelange Einweisung, Engagement und Herzblut für nichts und wieder nichts gegeben. Allmählich verlässt mich das letzte Restchen Energie. Jetzt nochmal zweieinhalb Wochen durchhalten, danach wird es aufwärts gehen.

Montag, 11. Oktober 2010

Kindheitslieder

... Blog-Titel zugegebenermaßen geliehen bei Claudia,

Mir fiel sofort ein, dass ich vor langer Zeit mal einen Text über Musikschätze geschrieben hatte. Dabei lag mein Schwerpunkt mehr auf der Musik, mit der ich sozialisiert wurde. Claudia greift einen anderen Aspekt auf, nämlich die Musik der Kindheit, dazu gehören ja nicht nur die elterlichen Vorlieben sondern auch das damals allgegenwärtige Radioprogramm.

Nun sitze ich hier und höre mir voller Begeisterung Claudias YouTube-Liste an, da kommen mir sogar Stücke bekannt vor, deren Titel ich überhaupt nicht kannte!


Es gibt die Familiengeschichte, dass mein Vater am Tage meiner Geburt Bill Haley's "Rock around the Clock" so laut hörte, dass die Wände wackelten!

Ach so, die Fotos: die Schreiberin, und nochmal zusammen mit der Cousine, beides Sommer 1958.

Sonntag, 10. Oktober 2010

Terrassengartenwetter

Heute war tatsächlich zauberhaftes Oktoberwetter, zwar schon ein wenig frisch, aber mit strahlendblauem Himmel und Sonnenschein! Somit war für mich völlig klar, dass heute die zweite Partie Blumenzwiebeln in die Erde musste, letzte Aufräumarbeiten draußen waren auch dran.



Nachdem im Juli erst alle Rosenblüten verbrannt waren, hat sich der Strauch gut erholt und blüht jetzt wieder, nach meiner Erfahrung bis zum ersten Frost, wann immer der kommen wird.



Ich kann mich erinnern, dass sie schon einmal bis Weihnachten blühte... dabei fällt mir nur ein, wie wenig Lust ich dieses Jahr auf den Winter habe.

Überhaupt herrscht bei den Pflanzen ein wenig "verkehrte Welt": Die Traubenhyazinthen haben frisches Blattwerk , erste Zwiebeltriebe (Tulpen?) sind zu sehen, eine Topfhortensie (welche ich von der Lady übernommen hatte) hat frische Knospen, eine der drei Bornholmmargeriten (die sich als blühunwillig oder nicht wetterresistent erwiesen) hat zwei Knospen bekommen...

Aber ob es die kleine Chrysantheme noch schafft, ihre Blüten zu öffnen, bevor der Frost kommt?



Diese Pflanze wurde mir im vergangenen Jahr als "nicht winterhart" verkauft, war bis zum Boden abgefroren gewesen und ist nun heftig gewachsen. Knospen hat sie jede Menge, aber ob die Zeit noch reichen wird?

Jedenfalls habe ich heute reichlich Tulpen, Narzissen, Krokus und Allium gesetzt. Aber eine Kennzeichnung habe ich sein lassen, nach der Enttäuschung, die ich im Frühling erlebt hatte (nämlich dass ganz viele Tulpen nicht wieder kamen), lass' ich mich jetzt überraschen.

Im Laufe der Monate ist mir immer mal eine Blumenzwiebel "entgegen gesprungen" bei meiner Gartenwerkelei, ein paar wenige hatte ich ausgegraben, weil ich den Platz anderweitig brauchte - nun, ich hatte sie alle in ein Behältnis getan, dazu kam eine Topfhyazinthe... und als ich kürzlich die erste Partie pflanzte, habe ich diese bunte Mischung einfach unsortiert an einem größeren Platz vergraben; weiter hinten auf der Terrasse, Richtung Wiese. Bin gespannt, was dort im nächsten Jahr zum Vorschein kommen wird.

Geranienableger hatte ich letztens schon abgezwackt (so viele, wie ich passende Blumentöpfe hatte), aber ich bringe es nicht fertig, den "Rest" weg zu werfen, so lasse ich sie jetzt stehen bis zum bitteren Ende:



So habe ich denn heute Abschied genommen von meinem Gartenjahr.

Freitag, 8. Oktober 2010

Wer zu früh kommt, wird verputzt

Wir hatten jeder den ersten Schokoladenweihnachtsmann auf dem Schreibtisch stehen.

Nein, kein Scherz, etwa 30 cm hoch stand er als frühe Weihnachtsdeko herum. Der Senior-Chef, welcher sich jede Woche die Ehre gibt und uns kurz besucht, sieht es als seine ganz persönliche und traditionell wichtige Aufgabe an, uns mit Adventsgestecken und Weihnachtsmännern zu versorgen. Wobei ich ihm jetzt allerdings zu Gute halten werde, dass ihm vermutlich der Schalk im Nacken saß, als er meiner Kollegin und mir diese frühen Exemplare überreichte!

Weihnachtsdinge, egal ob Männer, Kerzen oder Zweige, kann ich vor Beginn der Adventszeit in meiner Umgebung nicht ertragen, also wurde dieser Schokoriese schnellstmöglich in meinem Schreibtisch verstaut. Von wo aus er mich gestern beim Öffnen der entsprechenden Schublade frech anzugrinsen traute! Weihnachts.Mann.Das.Ist.Dein.Tod. ...
Dachte ich mir und suchte den Schreibtisch der Kollegin nach ihrem Teil ab. Was? Schon verputzt? Das ging aber fix! Sie grinste mich an. Hier! Nehmen Sie meinen! Kaum überreicht, bekam er schon etwas auf die bemützte Rübe. Seine schokoladigen Überreste purzelten in eine Schüssel. Ob ich...? Eigentlich mag ich keine Schokomannkrümel. Na gut, der Höflichkeit halber... Ist hier irgendein dickes Teil dabei, eines bei dem die Schokolade noch beim Draufbeißen knackt? Gut gesucht ist gleich gefunden. Und Ruhe war.

Heute Mittag, zu den kläglichen Überresten hatten sich ein paar freche Haribos gesellt, wurde mir die Schüssel hingehalten: Extra für mich aufbewahrt, ein dickes Stück...

Nein, ich mag nichts essen, über das fremde Menschen schon drübergeatmet haben (schüttel) und mikroskopische Tröpfchen... Recht enttäuscht war die Kollegin, dass ich diese Liebesgabe ablehnte und - schwupp - war das letzte Stückchen in ihrem grinsenden Mund verschwunden.

(Kein) Sekt am Morgen

Seit längerer Zeit sieht mir mein Chef an, wenn's mir morgens nicht besonders gut geht. Der Begrüßung folgt dann ein ganz spezieller fragender Blick, wenn ich dann eine oberflächliche "alles in Ordnung"-Antwort gebe, glaubt er sie eh nicht.

Heute früh also, nichts Schlimmes, nur ein wackliger Kreislauf. Und er bietet mir an, ein Glas Sekt zu trinken, wir hätten ja genug im Kühlschrank. Ich so ironisch "ja klar, Sekt am Morgen!" - und er daraufhin, es sei doch ein Ausnahmefall und daher praktisch Medizin...

So lange ich in dieser Firma arbeite, gilt ein absolutes Alkoholverbot für jedermann: Die Monteure müssen Auto fahren, und wir dürfen ihnen nichts "vortrinken" - das finde ich absolut korrekt! Es gibt auch keine Ausnahmen zu irgendwelchen Feiertagen; bei seltenen Gelegenheiten schleppt Chef persönlich alkoholfreies Bier an (zu Weihnachten oder bei Fußballspielen...).

Und: Nein, ich wollte gar keinen Sekt trinken und kam aus "dieser Nummer" nur noch heraus, in dem ich zugab, mit zunehmendem Alter immer weniger Alkohol zu vertragen - was er denn auch gleich bestätigte, auch mit diesem "ich bin wie du"-Blick ;))

Wenn ich vor über zehn Jahren schon gebloggt hätte, würde sich so mancher mit mir gemeinsam wundern, wie sehr sich das Betriebsklima geändert hat... vor 9 Jahren hatte es mich noch lebensgefährlich krank gemacht (ohne Grund läuft ja niemandem die Galle über), über Psychosomatisches muss ich hier nicht lange schreiben, das ist mittlerweile wohl gedankliches Allgemeingut...

Na, meinen Kreislauf habe ich auch mit Kaffee und ein wenig Aufregung über das, was ich hier seit Tagen von mir gebe, wieder flott bekommen. Und ansonsten war es ein ganz angenehmer Arbeitstag, denn ich habe endlich und nach langer Zeit ein paar Vorgänge bearbeiten können ohne ständig gestört zu werden. Es wird kommen der Tag, an dem ich nicht mehr den zweiten Arbeitsplatz permanent im Blick und unter Kontrolle haben muss ;))

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Team

Eineinhalb Jahre war der Kollege weg und passt von jetzt auf gleich so nahtlos ins Gefüge, als sei die Zeit förmlich eingefroren gewesen. Er hat seinen alten Aufgabenbereich zurück, der Chef zieht sich zurück ins Chef-Dasein - und ich erfahre eine Menge Unterstützung. Ich bin nicht geneigt, meine durch den seinerzeitigen Weggang dieses Kollegen hinzu gekommenen Aufgaben wieder abzugeben, das käme mir inzwischen geradezu wie eine Reduzierung (wovon? worauf?) vor.

Wir erledigen das jetzt gemeinsam, jeder das, was er am besten kann. Das führt dazu, dass manchmal ich ihm sage, was "Sache" ist und er manchmal hilfsweise für mich etwas erledigt. Und dazwischen jede Menge Spaß und Witzeleien, aber nicht nur. Begleitend gibt es viele gute Gespräche. Es war doch mehr als eine "Zeitkapsel", nicht nur ich bin an den neuen Aufgaben gewachsen (obwohl ich damals erst dachte, ich würde unter der Last des "Mehr" zusammenbrechen), auch er hat Erfahrungen gewonnen, die sich jetzt positiv auswirken.

Dieses Arbeitsjahr, und noch ist es nicht zu Ende, war eines der anstrengendsten; doch ganz allgemein habe ich gewonnen, nämlich Kompetenz (weil ich mehr kann), Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit (ich bin mehr als ein ganz kleines Licht), Respekt (den der Anderen) und damit mehr Freude. Was letztendlich auch wieder der Firma zu Gute kommt, denn wer gern arbeitet, arbeitet besser.

Stetes Ärgernis bleibt die mangelnde Qualität der Arbeit von den seriellen neuen Kolleginnen 1 und 2 (und verbales "Abwatschen" liegt mir ganz und gar nicht), immerhin habe ich dabei festgestellt, dass ich Wert lege auf Ordnung und Gewissenhaftigkeit, Genauigkeit. Das waren am Arbeitsplatz immer Selbstverständlichkeiten für mich, deren Mangel mich offenbar auf die höchste aller Palmen treiben kann! Aber was das betrifft, ist Land in Sicht.

À propos "verbales Abwatschen" aka "Falten": Ich habe es heute Nachmittag wieder tun müssen. Außerdem war ich heute eine böse Antreiberin. Das Ganze erfüllt einzig den Zweck, nicht klaglos hinzunehmen, was quer läuft. Das Licht am Horizont leuchtet aus einer Richtung, von der ich nie-nie gedacht hätte, dass ich mich so darüber freuen würde!

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Das erste Mal

Manchmal muss man ziemlich alt werden, um etwas zum ersten Mal zu tun: Ich habe meine Kollegin "gefaltet" heute früh. Mit Recht. Es hat sie überhaupt nicht beeindruckt. Aber es war notwendig. Mein Gefühl dabei: neutral.

Zur Tagesordnung übergegangen. Ist eh sinn- und zwecklos. Was ich gelernt habe: YES, I CAN!

Wetter

Ende August war das Wetter herbstlich, aber alle Blätter noch grün.
In Rom war Spätsommer.
Als ich zurückkam, kam der Sommer mit. Aber es war zu kalt.
Zu Beginn meiner ersten Arbeitswoche wurde es grau, trübe, dunkel. Die Blätter waren immer noch grün, allerdings lag hier und dort ein welkes Eichenblatt auf dem Boden.
Dann wurde ich krank, da gab es gar kein Wetter.
In dieser Woche ist Frühlingswetter. Aber plötzlich ist das Laub rot und golden.

Auf meiner Terrasse fallen die Fliederblätter. Die Rosen jedoch blühen zum ersten mal seit Juli wieder.
Eine Hortensie ist verblüht, die andere dunkelrosa geworden. Die Traubenhyazinthen, sie spielen Frühling und haben frische, lange Blätter bekommen.
Die Zimmerpflanzen stehen wieder in den Zimmern: Winterwetter mit Urwald.
Im Wohnzimmer steht eine Tüte mit Blumenzwiebeln. Wenn die letzten gesetzt sind, ist Herbst!

Dienstag, 5. Oktober 2010

Brief ans Universum geschrieben

... oder einfach mit dem richtigen Menschen gesprochen?

Auf jeden Fall hat es genützt. Und nachdem ich mich erst noch so heftig hatte ärgern müssen, gab es gleich hinterher eine gute Nachricht...

Montag, 4. Oktober 2010

Es hat durchaus Nachteile

... dass ich hier unter meinem Realnamen schreibe - ich kann nämlich nicht so, wie ich will.

Wenn ich es könnte, ich würde mir gerne jemanden an meiner Seite backen;)) Ich bin es leid,... Und die allseitigen Rückmeldungen sprechen auch eine deutliche Sprache.

+++
Mit meiner angekratzten Gesundheit ist dieser erste Arbeitstag viel besser gelaufen als ich annehmen durfte - und zum Schluss habe ich mich nach Feierabend noch ewig lange mit einem Kollegen verklönt.

Sonntag, 3. Oktober 2010

Durchgehalten

Der erste Tag, den ich komplett durchgehalten habe ohne zwischendurch zu schlafen. War sogar eine halbe Stunde an der frischen Luft, was mich aber noch ziemlich angestrengt hat. Immerhin, Wäsche ist komplett gewaschen, die Küche aufgeräumt, Blumentöpfe mit Wasser versorgt - und 12 Einheiten Italienisch-Grammatik erledigt.

Diese Grammatikübungen regen mich auf - es kommt so oft auf die richtige Interpretation an, damit man die richtige Form einsetzt (er oder wir? dieses oder jenes?) - und ich bin oft anderer Meinung als mein Buch. Grrrml. Morgen Abend den Rest erledigen, die Hälfte ist noch übrig.

Jetzt ins Bett, damit ich morgen so frisch und gesund wie möglich bin!

Krank sein ist doof

Ich nehme an, da seid Ihr alle mit mir einer Meinung. Zuletzt habe ich mich vor ungefähr einem Jahr so gefühlt, da war es die Folge der Schweinegrippenimpfung. Aber jetzt... ein banaler Infekt, der mich dermaßen aus der Bahn geworfen hat...

Donnerstag: vorzeitig im Büro Schluss gemacht, auf dem Weg nach Hause "noch schnell" einen Bankauszug geholt - fast drei mal so lang gebraucht wie sonst. Ab ins Bett. Geschlafen im Rhytmus 2 Std. Tiefschlaf, halbe Std. gehustet, 1 Stunde wach, wieder Husten, Tiefschlaf etc.

Freitag: 7 Uhr wach, großes Glas ACC-Brause (damit der Husten nicht nutzlos ist), Becher Kaffee gegen Kopfschmerzen (so als Junkie), Mails lesen,wieder ins Bett. Zwei Stunden später: Aspirin gegen Fieber - duschen, muss einkaufen. Kann keine Einkäufe delegieren, da ich befüchte, als Bazillenschleuder zu fungieren, hätte sonst gerne P. gefragt. Wie eine alte Oma zum A*d* unterwegs gewesen, mit gebremstem Tempo - und doch war es enorm anstrengend. Zurück geschleppt, geschnauft, fast keine Luft bekommen. Im Treppenhaus Nachbarn begegnet, hätte mich gefreut, jemand hätte meine Tasche die paar Stufen hochgetragen, keine Kraft zum Fragen, versuche, Luft zu bekommen. (Warum sehen die Nachbarn nicht, dass ich krank bin und nicht mehr kann?) Sachen notdürftig ausgepackt. Aktuelle Krankenkost: Schokoladeneis. Weiter geschlafen, alle paar Stunden wach, mal Fieber, mal keines, Wasser, Tee, Schoko-Eis.

Sonnabend: Kein Fieber mehr. ACC-Brause, habe vom Husten Bauchmuskelkater, außerdem Rückenschmerzen vom vielen Liegen (Schlafen) und Sitzen (am Küchentisch mit Netti). Krankenkost: Hühnerfrikassee-Tiefkühl-Fertigpamps mit Reis. Schaffe es gerade mal, die Kochtöpfe zu bewachen und nebenbei die Küche in Ordnung zu bringen. Nachtisch: Schoko-Eis. Wieder ab ins Bett. Fernseher läuft fast rund um die Uhr, kenne alle N24 und N-TV-Dokus bald auswendig.

Heute: subjektives Befinden ist deutlich besser, der Bauchmuskelkater schlimmer.Ohne ACC geht es noch nicht, trotzdem: Der Husten wird weniger. Muss mich um Haushalt/Wäsche kümmern, dann werde ich wissen, ob meine Kraft so langsam zurück kehrt. Möchte morgen wieder zur Arbeit. Bin offenbar knapp an einer Bronchitis vorbeigeschrammt. (Warum das so wichtig ist.)

Samstag, 2. Oktober 2010

La Luna - mal eine Übersetzung der anderen Art

>Luna piena dell’Erba Morente, Luna della Stagione che Cambia.

Vollmond der sterbenden Gräser, Mond der wechselnden Jahreszeit

I meli sono carichi di frutti maturi, gli ultimi stormi di uccelli solcano il cielo,

Die Äpfel sind eine Last reifer Früchte geworden, die letzten Vogelschwärme durchziehen den Himmel,

e le foglie dopo aver concluso il loro compito attendono che un tiepido e umido vento autunnale le porti via,

und das Laub, nachdem es seine Aufgabe erledigt hat, wartet darauf, dass es ein herbstlich-lauer Wind fort trägt,

ricordandoci così l’importanza di lasciar andare ciò che non serve più, per far spazio a ciò che deve ancora venire.

und uns so an die Wichtigkeit des Gehenlassens dessen erinnert, was nicht mehr gebraucht wird, um dem Platz zu machen, was noch kommen muss.

La Dea Terra si sta preparando ad affrontare il lungo letargo invernale e nel fare ciò indossa un nuovo abito

Die Göttin Erde bereitet sich darauf vor, der langen winterlichen Lethargie entgegen zu treten und sie macht dieses, indem sie ein neues Kleid anzieht,


, tinto con le sfumature più calde ed accese del rosso, del giallo e dell’arancio, facendoci dono con lo spettacolo poetico della sua bellezza in mutamento e con i suoi profumi intensi e antichi.<

gefärbt mit den wärmeren und leuchtenden Farbtönen von rot, gelb und orange, und macht uns so das Geschenk des Anblickes der poetischen Farben ihrer sich verändernden Schönheit und mit ihren intensiven und alten Düften.

Originaltext

Freitag, 1. Oktober 2010

Happy Birthday to ...

Liebe Tochter, alles Gute zum Geburtstag!



Unglaublich, dass meine "Kleine" so erwachsen ist... ich hoffe, du hast/hattest einen schönen Tag, so wie du mir vorhin von deinen Vorhaben erzählt hattest!

Jetzt auch noch Frust

Krank reicht nicht - jetzt bin ich auch noch frustriert :(
Aspirin genommen, damit ich einen klaren Kopf bekomme, dann am PC alle möglichen Programme getestet, um die Homepage auf Vordermann zu bringen: keine Chance! Nichts, absolut gar nichts funktioniert so, wie ich es jahrelang gemacht hatte - und mit den neuen Windows-Versionen sind praktisch alle altbewährten Programme im Nirvana verschwunden... Mit den neuen Programmen habe ich zehntausend Probleme -ich bin so genervt! Nichtmal mehr mit dem aktuellen Word kann man eine simple HP häkeln. Tochter, du wirst in diesem Jahr auf eine liebevoll zusammengeklebte Geburtstagsseite verzichten müssen.
Und ich werde gleich ein Schokoladeneis essen und mich dann ins Bett verkrümeln...