Samstag, 31. Juli 2010

Quattro Stagioni & Arrivederci, Roma!

Ich habe beide Bücher in der "verkehrten" Reihenfolge gelesen, was der Freude keinen Abbruch tut. Leihgaben von der Cousine, sie hatte sich zuerst "Arrividerci, Roma" gekauft, gelesen und mir ausgeliehen. Nachdem wir beide viel Spaß daran hatten, gab es "Quattro Stagioni" praktisch als Nachschlag.

Autor Stefan Ulrich siedelt in "Quattro Stationi" mit seiner Familie als Korrespondent von München nach Rom um, in "Arrividerci, Roma!" versucht er, innerhalb eines Jahres möglichst viele Landstriche Italiens zu erkunden. Das alles wird eingebettet in Erzählungen aus dem Familien- und Alltagsleben als Deutsche in Italien. (Wer mehr Info braucht, liest die Rezensionen bei amaz**.)

Schon auf der ersten Seite fühlte ich mich nach Italien versetzt, Rom "griff" geradezu nach mir!

Leichte Lektüre, dabei alles Andere als oberflächlich, und ich mochte die Bücher nicht aus der Hand legen, bevor sie durchgelesen waren.

Verhindert durch Stau

... war die Große gestern, als sie versuchte, nach Feierabend her zu kommen. Stau vor dem Elbtunnel, Stau vor den Elbbrücken. Urlauberrückreiseverkehr? Die Schulferien hatten ja gerade Halbzeit.

So musste ich meinen Salat samt Ciabatta allein essen. Ein späteres Telefonat statt des Gespräches am Küchentisch mit ihr ergab allerhand persönliche Neuigkeiten, und ich freu mich, dass sie so positiv denkt und plant...

Weil ich nachmittags energiegeladen war (im Moment ja eine Seltenheit), hatte ich reichlich Hausarbeit erledigt - da bleibt hoffentlich jetzt genug Zeit für Gartenarbeit und Lernen. Beschlossen, dass ich nicht zu den "Cruise Days" fahren werde - keine Lust, mich zwischen Menschenmassen hindurch zu quetschen, obwohl mir dann natürlich auch die blaue Illumination des Hafens entgehen wird.

Meinen Abend verbrachte ich in Gesellschaft eines Buches, dazu gleich mehr.

Donnerstag, 29. Juli 2010

Im Moment hat sich das Wetter

... auf einem sehr angenehmen Niveau eingependelt, irgendwo zwischen 20 und 25°C, Sonne, Wolken, Wind - so nordseemäßig. Das lässt sich sehr gut aushalten, und nun kommt auch meine Energie zurück. Abends etwas Hausarbeit, dann lernen. Klappte gestern hervorragend, und heute sieht es auch danach aus. Mein Lernrückstand wird jetzt aufgeholt und der Spaß an der Angelegenheit kommt auch wieder.

Nachdem ich Montagabend so furchtbar genervt und angestrengt war wegen eine Telefonats und die Cousine sich am nächsten Tag mit einer Engelsgeduld alles angehört (und ihren Senf dazu gegeben) hatte, fühlte ich mich dann am Mittwoch auch gleich wieder ein wenig besser. Dauerthema Mütter. Da wir aus der gleichen Sippe stammen, hatte sie auch erfrischende Dinge zu bieten, z.B. Erzählungen von unseren gemeinsamen Großeltern, die ich noch nicht kannte...

Mal wieder für mich festgehalten - derzeitiger Stand Italienisch:
Alles mögliche über Lebensmittel - der unpersönliche Gebrauch von Verben ("man macht..." und "man braucht" sowie "es genügt") - Kochrezepte - das Gerundium - Körperteile - Sportarten und deren Vorteile - Gesundheit. Alles unter der Überschrift "Come sto bene!"
Und natürlich massenweise Vokabeln.

Arbeit: Läuft. Immer noch viel, aber inzwischen überschaubar. Die neue Kollegin: think positive - ich glaube, es wird... Außerdem: Urlaub angemeldet, wie immer in den letzten Jahren im September.

Montag, 26. Juli 2010

Weltuntergang

Der erste richtige Regen seit Wochen! Und dazu heftiges Gewittergrollen.









Jetzt muss die Botanik nicht länger dursten.

Sonntag, 25. Juli 2010

Schrank-Aktion erfolgreich

Mit dickem "Danke" an alle Beteiligten: Es hat alles ganz hervorragend geklappt! N+R, die mit dem Miet-LKW für die Logistik zuständig waren (Fachleute eben...), der H-Cousinensohn, der zusammen mit O die Schlepperei und das Aufstellen/Montieren übernommen hatte (starke Kerle...) , die ebenfalls erschienene Cousine, die beim Wegtragen der Altmöbel behilflich war (als praktisch denkende Umzugserprobte...) - etwas Unproblematischeres habe ich selten erlebt! Natürlich auch, das möge die große Tochter bitte weiterleiten, ein herzliches Dankeschön für die abgebende Kollegin!

Speziell für M in Weitweitweg hier ein paar Fotos:







Nachdem mein Jungvolk wieder auf und davon war, noch eine Runde mit der Cousine Kaffee-Klönen abgehalten, einen Anruf von der Lady erhalten (oh my god, schon wieder Knochen-OPs in Aussicht!) - und nun habe ich die Wahl:

Schrank putzen und einräumen? Gartenarbeit? (Das Wetter ist inzwischen ideal!) Oder hier ein Garten-Update incl. Bildern machen? Oder doch lieber Italienisch lernen? Für alles reicht der Abend nun nicht...

Sonnabend

Gestern weiter Schränke im kleinen Zimmer ausgeräumt. Oli hat dann schon einmal alle alten Schränke, den Schreibtisch etc. in den Flur (teils zerlegt) verfrachtet, der kleine Flurschrank fliegt mit raus bei der Gelegenheit - und irgendwie ist gleich die ganze Wohnung in Mitleidenschaft gezogen, überall sind Dinge gelagert. So weit die Vorarbeit.

Nachher geht es mit der eigentlichen Aktion los. Als ich mit dem Cousinensohn vorgestern zwecks Hilfe telefonierte, sagte er nur ganz einfach "na klar"... Familie zu haben ist mehr als einmal einfach nur schön...

Nebenbei gestern vom Alt-PC die Festplatten gelöscht, er kann jetzt verschenkt werden: Älterer kompletter PC incl. Monitor, Tastatur, Maus, CD-Brenner(n), Festplatte(n), ohne BS, aber mit kleiner Macke (!) kann von wem auch immer hier abgeholt werden. Bei Interesse bitte melden, ansonsten wird er freecycled. [Update 26.07.10: Und weg ist er...]

Bis in die Nacht und heute morgen gleich wieder habe ich auf N-TV die Katastrophenmeldungen von der Love Parade in Duisburg verfolgt. Da wollen eine Million Menschen fröhlich feiern, und dann gibt es so viele Tote und Verletzte...! Grauenvoll.

Mittwoch, 21. Juli 2010

Hitzegeschädigt

... sind meine Terrassenpflanzen und ich. Manches wird sich kaum retten lassen draußen, außerdem bin ich es leid, jeden Abend diverse Eimer und Kannen voll Wasser zu verteilen, wenn doch am nächsten Tag alles schlapp ist.

So schlapp und elend wie ich... Irgendwas stimmt gerade und seit zwei Tagen schon nicht mit mir, Halsweh und Husten, müde ohne Ende, verschwitzt endlich zu Hause angekommen, da hilft nur die Dusche. Heute Abend Entspannung "extrem", zwei Stunden einfach mal nichts getan.

Inzwischen hat sich der Himmel bezogen, Wind kommt auf. Vielleicht regnet es jetzt mal tüchtig? Sozusagen Pflanzengießen "alla natura"?

Vielleicht muss ich morgen/übermorgen hier allerlei räumen... eigentlich soll eine Möbelveränderungsaktion am Wochenende stattfinden, aber noch weiß ich definitiv nichts. Liebe Koordinatorin, schick doch morgen mal zwei Zeilen rüber, damit ich die beiden Helfer endgültig aktivieren kann. Oder eben nicht, dann räume ich auch nicht ;) [Update 23 Uhr: okay]

Nichts Gescheites von mir hier, wollte nur mal ein Lebenszeichen hinterlassen haben.

Sonntag, 18. Juli 2010

Wochenend-Mix

Diese Feuergeschichte lässt mich nicht wirklich los, immer wieder überlege ich, ob und wie man (ich) Vorsorge treffen könnte, um Unwiederbringliches im Falle eines Falles zu retten. Ergebnis: eigentlich gar nicht. Es gäbe zwar die Möglichkeit, Papiere und Fotos zu scannen, zu sichern und auswärts zu lagern (was für eine Aufgabe!) - aber was wäre mit all' den persönlichen Kleinigkeiten, Andenken usw.? Eigentlich ist der Haushalt voll davon... Wenigstens verliert sich meine ablehnende Haltung gegenüber den im letzten Jahr installierten Rauchmeldern...

Gestern, auf dem Weg zur alten Dame waren die Bahnen voll von Anreisenden zum "Schlager Move", alle gut daran zu erkennen, dass sie ausstaffiert waren als sei es Fasching. Es glaubt doch wohl keiner ernsthaft daran, sich in 70er-Jahre-Manier zurecht gemacht zu haben? Spontan ging mir die Idee durch den Kopf, einen Seventies-Artikel nebst Bildern zu verfassen. Wahrscheinlich mache ich es nicht - zu viel Arbeit - woher soll ich die Zeit dafür nehmen?

Der Besuch verlief sehr freundlich, es gab ein nettes Geschenk als Dankeschön für Hilfeleistungen im Zusammenhang mit den Räumarbeiten für die Renovierung; auch für die große Tochter bekam ich eines mit.

Sehr ausführlich haben wir uns über diesen Schmuck unterhalten. Die Idee ist, dass ich ein solches Armband bekommen soll, und zwar von Anfang an vollständig. Dass das dann ein kostspieliges Vergnügen werden kann, schreckt sie nicht! (Aber ich glaube, dass sie nicht die ganze Bandbreite der Preise kennt, ich werde mal zusehen, dass ich einen aktuellen Prospekt bekomme, denn die Lady hat ja nicht die Internet-Möglichkeit zur Information.)

Etwas merkwürdig finde ich die Begründung für dieses Zwischendurch-Geschenk an mich: Seit meiner lebensrettenden OP, die sich vergangene Woche zum neunten Mal gejährt hat, denken wir (inzwischen sie mehr als ich) an diesen meinen zweiten Geburtstag. Und mit dieser Gabe möchte sie sich irgendwie von dieser "schrecklichen Erinnerung" befreien. Da beißt sich doch die Katze in den Schwanz - immer, wenn sie dann mich mit dem Schmuckstück sehen wird, wird sie doch zwangsläufig daran erinnert? Die zweite Begründung gefällt mir dann schon besser: Sie würde sich freuen, die Einzelteile mit mir zusammen aussuchen zu können. (Hm... Einkäufe mit ihr zusammen sind keine einfache Angelegenheit, da ich automatisch zum Kind degradiert werde...)

Das Wetter (dieses Thema fehlt jetzt noch...) verhält sich nicht ganz vorhersagegemäß, Gewitter bzw. Regenfälle sind gestern ausgeblieben, so dass ich doch noch spät am Abend reichliche Eimer und Kannen mit Wasser draußen verteilen durfte, aber immerhin ist es etwas abgekühlt, so dass mir heute wohl nicht das Hirn wegschmelzen wird und ich wieder ausreichende Gelegenheit haben werde, mich mit dem Italienischen zu beschäftigen.

Und weil auch noch andere Aufgaben meiner harren, werde ich mich jetzt mal kümmern...

Mittwoch, 14. Juli 2010

Abgebrannt

Ziemlich weit oben auf meiner Linkliste an der Seite sind drei Blogs von Carola aka Melody verlinkt. Warum? Seitdem ich vor vielen Jahren auf eine Homepage von ihr stieß, noch lange vor Weblog-Zeiten, bin ich treue Leserin. Ich mag das, was sie schreibt und wie sie schreibt.

Außerdem gibt es da eine Erinnerung an ein kleines Buch, das vor Jahren überraschend den Weg in meinen Briefkasten fand und mir eine große Freude bereitete in einer Zeit, die nicht sehr viel Freude für mich bereit hielt...

Warum ich das jetzt hier schreibe? Nun, eigentlich ist die Neuigkeit im Bloggerland schon überall herum - vielleicht aber noch nicht bei den Lesern, die mich hier in meinem kleinen Blogwinkel besuchen... Carola und Familie hatten sich bzw. waren immer noch dabei, eine Wohnung im Dachgeschoss hergerichtet - und dieses Dachgeschoss ist jetzt abgebrannt. Die Familie kam mit dem Leben davon, das ist viel - aber auch alles.

Hier auf dieser Seite "Abgebrannt! Wir helfen" mit einem Spendenaufruf Ihres persönlichen Netzwerkes sind alle Infos verlinkt. Bitte lesen und helfen. Weitererzählen hier.

Update 18.07.2010: Das Weitererzähl-Aktionsergebnis

Klimaanlage

Heute hat mich das Tochterkind vom Büro abholen können - es hatte sich so allerlei Kram in meinem Garderobenschrank angesammelt, den ich endlich mal nach Hause transportieren wollte, und da passte es gut, dass sie gerade Urlaub hat.

Diese Autofahrt habe ich richtig genossen: eine halbe Stunde lang angenehm temperiertes Klima, und ich fühlte mich wie neugeboren! (Und es störte mich kein bisschen, dass sie mal wieder schimpfte wie ein Rohrspatz, wenn andere Verkehrsteilnehmer Blödsinn machten.) {{{Nina}}}

Montag, 12. Juli 2010

Ohne Ventilator

... hätten wir es heute im Büro wohl kaum ausgehalten. Es war am Morgen die erste Amtshandlung, das Riesenteil aus dem Abstellraum zu holen und anzuschließen.

Nach zwei Bechern Morgenkaffee habe ich nur noch Wasser in mich hinein geschüttet.

Gute Tat des Tages Nummer eins: Ein großes Magnum für jeden vom Chef.
Gute Tat des Tages Nummer zwei: Eine halbe Stunde früher Feierabend.

Um 16 Uhr im Büro auf meinem Schreibtisch gemessen: 33,1°C.

Hier angekommen war es bewölkt und etwas windig, tatsächlich regnet es von Zeit zu Zeit ein bisschen. Etwas abgekühlt, mein Windows-Gadget zeigt mir gerade 25°C an, das könnte hinkommen.



(In diesem Moment regnet es gerade tüchtig, da kann ich das Wässern meiner Pflanzen heute vielleicht sein lassen.)

Sonntag, 11. Juli 2010

WM #8

Niederlande : Spanien 0 : 1

Also ist Spanien jetzt Weltmeister 2010 nach einem grauenhaften Kindergarten-Fußballspiel, bei dem es reichlich gelbe Karten gab (und eine rote). So sieht doch kein Weltklassespiel aus! Einzig während der Nachspielzeit gab es etwas zu sehen, das man manchmal als "Fußball" bezeichnen konnte. Ich mag mit meiner Beurteilung daneben liegen, aber ich hatte das Gefühl, dass den Niederländern nichts besseres einfiel als mit dauernden Fouls die spanische Taktik zu stören *seufz*

Ausgerechnet dieses Spiel habe ich als entsetzlich nervtötend empfunden...
Aber egal jetzt, die Spanier laufen nun mit ihrer Trophäe herum und freuen sich. Sie seien ihnen gegönnt, die Freude und der Pokal!

Sommergarten

Die Hitze lähmt mich. Ich kann mich nicht erinnern, dass mir die Wärme früher auch so zugesetzt hätte. Hausarbeit geht gar nicht. Ein wenig muss aber doch getan werden, daran führt kein Weg vorbei. Ansonsten kann ich mich nur vormittags in der einen und nachmittags in der anderen Hälfte der Wohnung aufhalten, je nach Sonnenstand. Fenster sind alle geöffnet, Effekt: keiner.

Meine Pflanzen werden reichlich gewässert, immer in der Hoffnung, dass nicht gleich alles wieder verdampft. Und so mit ein paar Wassertropfen strahlen sie auf den Fotos eine Frische aus, die ich nun gar nicht nachvollziehen kann:



Blühende Passionsblume, wächst und gedeiht, hat vermutlich wirklich jetzt den richtigen (Sommer-)Platz gefunden.



Die erste Hortensienblüte von der Kübelhortensie wird von Tag zu Tag schöner. Und die nächste folgt auch bald:



Die Malve blüht so vor sich hin. Ein dankbares Geschöpf, sehr pflegleicht, einmal gepflanzt kommt sie jedes Jahr wieder. Frostresistent, blüh- und vermehrungsfreudig.



Bald muss sie wieder gestützt werden, damit sie nicht umkippt:



Von den drei Bornholmmargeriten hat sich eine nach dem kalten Juni super erholt und strahlt die Betrachterin an:



Die daneben "mickert" so vor sich hin und die dritte im Bunde erholt sich gut. Wie können die so unterschiedlich sein, wo sie doch alle gleich gut "in Form" waren beim Kauf?

Von den im Frühjahr verteilten Samen aus der Streudose "Blumenwiese Toskana" habe ich hier wirklich eine ganz kleine Blumenwiese bekommen:



Weiter hinten im Lavendel hatte ich das meiste ja mit dem Unkraut zusammen entfernen müssen, aber dort waren die Blumen auch nicht so schön geworden wie hier! Das liegt vermutlich daran, dass sie in unmittelbarer Nähe der Pflanzen wachsen, die ich andauernd gieße?

Dieses hier ist meine Hortensie Nummer eins:



Ein wenig Zeit scheint sie noch zu benötigen, aber ich freu mich ja, dass sie in diesem Jahr überhaupt wieder Knospen bekommen hat!

Die beiden Schefflera, die zur Sommerkur draußen stehen, bekommen reichlich frische Blätter und neue Triebe:





Zwischenzeitlich gab es ein kleines Blattlausproblem, das sich aber von selbst erledigt zu haben scheint.

Das hier ist mein Benjamin, der mein Sorgenkind gewesen war:



Nicht nur, dass an den vormals fast kahlen Zweigen neue Blätter gewachsen sind, nein, er bekommt auch Blätter an "unmöglichen" anderen Stellen:



Es war also die beste Entscheidung "ever", die Benjamini an die Luft zu bringen. (Die anderen entwickeln sich genau so gut.)

Die Geranien im Kübel: Sie blühen und blühen und blühen - wie Unkraut.



Geranien sind gar nicht mal so sehr geliebte Pflanzen, sie waren mir seinerzeit regelrecht aufgenötigt worden, aber sie sind - wenn man sie erstmal über den Winter gebracht hat - äußerst blühfreudig und machen schon deshalb Spaß.

Meine (erste) Fuchsie hat inzwischen viele Blätter, in Kürze müsste mit Knospen zu rechnen sein:



Ich hatte im letzten Herbst ja allerlei Samen gestreut, somit müsste hier im nächsten Jahr Fingerhut wachsen:



Verteilt hatte ich Samen von Fingerhut, Malve und Stockrose (ebenfalls eine Malve). Sie scheinen sich auch überall zu entwickeln und sind beides Pflanzen, die erst im zweiten Jahr eine Blüte haben werden. Bis dahin müssen erstmal aus den Keimlingen richtige Pflanzen werden.

Dieses Gebüsch hier kann ich "eigentlich" gar nicht leiden:



Es sind drei Büsche aus der ursprünglichen Erstbepflanzung der Wohnanlage, die ich einfach nicht weg bekomme. Zwei werden immer wieder radikal zurück geschnitten, weil sie sonst alles zuwuchern. Dieser dritte aber schmeichelt sich bei mir ein, weil er vor einiger Zeit plötzlich an den Spitzen helle Blätter bekommen hatte. Jetzt blüht er, und eigentlich sieht er ja nun auch ganz hübsch aus, oder?



Vor zwei Jahren hatte ich eine im Supermarkt gekaufte sogenannte "Topfrose" nach draußen gepflanzt. Jedes Jahr kämpft sie mit Rosenblatt-Pilzkrankheiten, trotzdem kommt sie wiederholt gut durch den Winter und beginnt auch nun wieder, eine erste Blüte anzusetzen, sie scheint unverwüstlich zu sein:


Samstag, 10. Juli 2010

WM #7

Uruguay : Deutschland 2 : 3
Yeah! Gut gespielt, von Anfang an mit viel Drive, spannend bis zur letzten Minute.
Deutschland ist (mal wieder) Dritter in der WM - ein schönes Ergebnis für eine begnadete junge Mannschaft!

Freitag, 9. Juli 2010

Banktermin

Schon wieder 34°C heute, froh ist, wer es drinnen kühl hat. Terrassennutzung ist ab 20 Uhr möglich. Sommer eben. Mir kann man es nicht recht machen? Aber das wäre ganz einfach: von Mai bis September durchgehend 24°C, hin und wieder nachts etwas Regen - ich bin doch bescheiden...

Aber das ist nicht das, was ich erzählen wollte.

Ich hatte also noch am Montagabend ein persönliches Gespräch bei meiner Bank vereinbart; dazu war ich praktisch gedrängt worden im Verlaufe des Telefonats am Montagmittag. Grund auf meiner Seite war das angeblich am Sonnabend mit mir geführte Telefongespräch und daraus resultierende Folgen.

Auf der Seite des Geldinstitutes scheint es mir anders zu sein: Man nutzt - und ich bin seit über 15 Jahren dort Kunde, kenne das Spielchen zur Genüge - jede, absolut jede Gelegenheit, einen in die Filiale zu zwingen zwecks "Kundenberatung." Jedes Mal ein anderer Berater, dieses Mal ein junger Mann, der mein Kind hätte sein können, sehr korrekt, sehr höflich, sehr gut trainiert! Es muss dort in der Ausbildung einen Punkt "wie setze ich rhetorische Mittel ein, um den Kunden zu einer Unterschrift unter irgendeinen Vertrag zu bringen" geben. Mittlerweile bin ich aber gut in Form, nicht zuletzt wegen meines "daily bread & butter" Jobs. Zum (vermutlichen) Leidwesen des jungen Mannes habe ich jegliche Diskussion über irgendeinen Vertragsabschluss verweigert. (Man tut dort natürlich immer so, als würde man den Kunden auf zukunftsweisende Perspektiven aufmerksam machen, am Ende möchten sie ja nur mein Bestes - mein Geld.)

Als dieser formvollendet-höfliche Schlagabtausch zu Ende war, konnte ich endlich darauf zu sprechen kommen, dass man ja bis heute herausgefunden haben wollte, wer von den Filialmitarbeitern ein unwahres Protokoll angelegt hat. Er wusste natürlich von nichts, hat sich die Begebenheit von mir hoch und runter erzählen lassen, ist schließlich im Kabuff seines Filialleiters zum Gespräch verschwunden... Nach (jetzt geschätzten) 20 Minuten kam er wieder heraus - ohne Ergebnis. Man hätte das noch nicht aufklären können. (Hatte ich mir schon gedacht.) Zum Schluss wurde ich noch den Hinweis los, dass diese Angelegenheit kein gutes Licht auf die Bank werfen würde und unter Umständen der Reputation des Hauses schaden könnte. Mir persönlich sei egal, wer es war, muss es auch gar nicht wissen... Stimmt ja auch, was hätte ich jetzt schließlich davon? Zu einer Entschuldigung im Namen des Hauses reichte es allerdings auch nicht.

Als ich nach einer Stunde (nicht geschätzt dieses Mal!) die Filiale verließ, überkam mich so ein Sieger!-Gefühl... Habe mich zu nichts überreden lassen und die Reklamation vorgebracht, dann hoch erhobenen Hauptes gesagt: "Jetzt dürfen Sie mich verabschieden."

Da saß er nun, der arme Tor und war so klug als wie zuvor. (Frei nach Goethe.)

Ach übrigens: Zu Hause angekommen fand ich einen Brief im Postkasten vor, in dem mir der Termin für heute bestätigt wurde. Das ist doch mal schnell, nicht?

Mittwoch, 7. Juli 2010

WM #6

Deutschland : Spanien 0 : 1
Und aus.

Gleich in den ersten Minuten hatte ich realisiert, dass die deutsche Mannschaft das nicht packen würde. Außer vielleicht durch besonders glückliche Umstände. So gut "unsere" Mannschaft auch ist - die Spanier haben ihr keine Chance gegeben und erfolgreich die schöne Taktik der Deutschen unterlaufen. Sie waren einfach wirklich besser. Schade. Und auch dies war ein faires Spiel. Ich habe selten so viele "saubere" und auch menschlich einwandfreie Partien gesehen.
Hier endet der deutsche Teil der WM 2010. Na ja, nicht ganz: Es folgt noch das Spiel um den dritten Platz.

Die Hitze kehrt zurück

Nachdem es Anfang dieser Woche abgekühlt war und es auch ein wenig geregnet hatte, ist heute allerschönstes Wetter. Ab morgen soll es wieder sehr heiß werden. Als ich heute nach Hause kam, erwarteten mich durstige Pflanzen. Ein bisschen gewartet, bis es draußen etwas schattig wurde - dann wurde reichlich Wasser verteilt. Sie erholen sich also gerade wieder.



Die winzige Pfingstrose. Erst von den Ameisen behindert, dann von der Sonne.



Les roses, une catastrophe grande...



Nur dem Lavendel geht es gut, kein Wunder, er kommt ja aus mediterranen Landen.



Da legst di nieder: die Malve.



Die erste Hortensienblüte verkraftet die Wärme ganz gut, aber diese Pflanze steht auch im Halbschatten.



Oh, oh, arme Gerbera! (Steht aber gerade wieder auf.)



Hibiskus, kürzlich versetzt, weil er zu schattig stand - nun war's zu sonnig.



Phlox mit Durst.



Eine der Primeln (?) von Pati, bekommt gerade frische Blätter, ist also endlich gut angewachsen - kein Wunder, die Ameisen sind ja auch ausgewandert, um anderen Pflanzen jetzt das Leben schwer zu machen!



Die Margariten und das Stückchen Blumenwiese sind vergleichsweise robust und haben keine Schwierigkeiten.

Genau jetzt wird es draußen aushaltbar bzw. angenehm, aber ganz Deutschland wird gleich Fußball gucken. Ganz Deutschland? Ich weiß zumindest von einem, der kürzlich ganz entsetzt war, als ich sagte, dass ich das mag und mir das ansehe...!

--- Daumen drücken bitte und jetzt alle singen: 54 74 90 2010 ---

Montag, 5. Juli 2010

Kundenfreundlich?

Mein Geldinstitut hat vor längerer Zeit den Besitzer und in den letzten Monaten auch den Namen gewechselt. Man wirbt damit "die Bank für den privaten Kunden" zu sein. Über alle größeren Buchungen erhalte ich sowohl eine Mail als auch eine SMS.

So kam es, dass ich heute Mittag fast rückwärts vom Bürostuhl kippte - man hatte sich verselbständigt, oder vielleicht ist mein Konto jetzt zu einem unberechenbaren Alien geworden?

Ein Telefonat mit meiner Zweigstelle brachte diese Antwort zu Tage: "Aber wir haben doch am Sonnabend um 13.47 Uhr mit Ihnen telefoniert!?!" So sei es im Computer hinterlegt. Himmelsakra, das hat man nicht! Und eine Notiz im PC beweist gar nichts!

Man kann weder die Buchung rückgängig machen noch auf dieses oder jenes achten. Der Grund: "Das System."

Auf gut Glück ging ich heute Abend zu meiner Filiale - es war tatsächlich noch geöffnet - und machte einen Termin für Freitag ab (der einzige Tag, an dem ich wegen des früheren Feierabends etwas bewerkstelligen kann), denn Spontangespräche gibt es dort keine.

Vielleicht hat sich dann bis dahin die Angelegenheit mit dem angeblichen Telefonat aufklären lassen?

Irgendwann, du kundenfreundliche Bank, verlass ich dich - vielleicht schenke ich mir einen Wechsel zu Weihnachten... zu einem Geldinstitut, in dem es noch persönliche Sachbearbeiter gibt.

Kochend vor Wut.

Sonntag, 4. Juli 2010

Abend im Lavendel

Zwischen den im Herbst gesetzten Lavendelpflanzen, die jetzt zu blühen beginnen, war allerlei Gras gewachsen - das natürlich jetzt auch blüht! Nun, das ist die Gartenecke, die ich erst im letzten Herbst "entgrast" hatte, klar, dass da immer noch etwas nachkommt. Es dauert ein bisschen, bis alles weg ist... so weit überhaupt möglich.

Es war zwar heute nicht so brüllend heiß wie gestern, aber trotzdem am Nachmittag draußen nicht auszuhalten. So bin ich wieder am Abend mit meiner Aktion angefangen.

Was so richtig genervt hat: Ackerwinden überall. Zwar waren nur wenige schon dabei, sich um andere Pflanzen zu schlingen, aber viele, viele kleine und mittelgroße Pflanzen. Oft in Gemeinschaft mit etwas, das aussieht wie Sauerampfer. Und dazwischen: Ameisen! Ich hatte sie zwar dauerhaft von meinen Terrassenplatten, die sie anfingen zu unterhöhlen, vertrieben, dafür habe ich heute reichlich Bekanntschaft mit ihnen beim Unkraut rupfen gemacht!

Ameisen sind zwar nützliche Tierchen, trotzdem würde ich sie gern noch ein Stück weiter vertreiben. Es ist nämlich nicht lustig, jetzt einen quaddelig-juckend zugerichteten Fuß zu haben... Außerdem graben sie den Pflanzen das Wasser ab. Das meine ich wörtlich, denn die kleine Pfingstrose mickert so vor sich hin - genau neben ihr scheint der Eingang (oder einer von vielen?) zum Ameisenbau zu sein.

Bei der heutigen Aktion musste ich leider auch die gesäten Blümelein zum großen Teil mit entfernen, es war einfach nicht möglich, das zu verhindern.

Da der Lavendel zwar schon lange Stängel mit Blütenknospen trägt, die aber großteils noch nicht lila sind, habe ich auf Fotos davon verzichtet. Dafür gibt es den Anblick, den ich aus meiner Ich-bin-fertig-und-guck-mich-noch-ein-bisschen-um-Position hatte:






Samstag, 3. Juli 2010

WM #5

We are the champ....! - nein, noch nicht, aber:
Argentinien : Deutschland 0 : 4
Unglaublich........

34 Grad

Innerhalb einer Woche hat der Sommer nun richtig zugeschlagen: Jetzt gerade haben wir 34°C!!!

Gestern hatte ich gleich nach Feierabend noch ein Päckchen abzuholen in einem Geschäft, das von GLS als alternative Liefer-/Aufbewahrungsstation genannt war. Dazu war ein längerer Fußweg durch Neuwiedenthal nötig. Kaum zu glauben, dass hier das Vorgenannte passiert war und dieser Stadtteil nun als besonders gefährlicher Bezirk behandelt werden soll: Alles sehr ruhig, sauber und gepflegt, viel Grün, einige wenige Fußgänger.

Jedenfalls war ich insgesamt vielleicht eine Dreiviertelstunde unterwegs in brüllender Hitze. Als ich nach Hause kam, sah ich aus wie ein Zombie: Gesicht knallrot gefleckt! Raus aus Büroklamotten und Schuhen, erstmal hingelegt und zwei Stunden zwischen wachen und schlafen verbracht, danach ging es mir dann wieder gut.

Abends um halb acht machte ich mich denn noch ein wenig über die Terrasse her: Unkraut rupfen ohne Ende war und ist angesagt. Im Juni war es ja so kalt und unfreundlich gewesen, dass ich diese Tätigkeiten sträflich vernachlässigt hatte, das rächt sich jetzt. Jedenfalls war ich bis halb elf abends noch draußen, da war es richtig angenehm mild und super auszuhalten.

Meine Passionsblumen haben nun endlich den ihnen angemessenen Platz gefunden: Sonnig und mit der Möglichkeit zu ranken. Da habe ich ihnen nun noch Stäbe in die Pflanztöpfe gesetzt - und die Dussel werfen ihre Tentakel zum Flieder aus! Sollen sie nur machen... Die große Pflanze, die im letzten Jahr auf der Fensterbank bereits so eifrig geblüht hatte, macht auch jetzt ganz fix damit weiter und hat eine Menge Knospen angesetzt. Die Blätter entwickeln sich (dank etwas Dünger) jetzt auch wieder dunkelgrün. Die kleine Pflanze war ein Frühjahrskauf, den ich vorübergehend mit in einen Kübel gesetzt hatte, der Platz war offenbar nicht recht - jetzt entwickelt sie sich deutlich!





Um der "kahlen Ecke" ein bisschen mehr Farbe zu geben, hatte ich vergangene Woche Phlox besorgt, von der bodendeckenden Sorte, mal sehen, wie er sich ausbreiten mag:



Die Malve hat jetzt auch begonnen zu blühen:



Desgleichen der gelbe Fingerhut:



Die große Hortensie bekommt allmählich etwas Farbe:



Meine neueste Discounter-Errungenschaft ist eine Gerbera, die ich gestern Abend einpflanzte:



In diesem Moment wirkt alles ein wenig schlapp, aber Wasser verteilen kann ich erst, wenn ein bisschen Schatten da ist. Die Geranien im Kübel sehen allerdings immer prächtig aus, habe gerade eben noch ein Bild gemacht:



Schluss für diesen Moment, ich muss Fußball gucken, bitte reichlich Daumen drücken!