Samstag, 20. März 2010

Ausstellungsbesuch Tutanchamun



"Ich sehe wunderbare Dinge", sagte Howard Carter 1922 - und wunderbare Dinge haben Nina und ich heute gesehen.



Es war dies die Einlösung meines Geburtstagsgutscheins, und es war höchst angenehm, dass diese Ausstellung verlängert wurde von ursprünglich Ende Januar bis zum 18. April. So konnten wir uns ganz in Ruhe einen Termin aussuchen, denn: Das Besorgen einer Eintrittskarte für ein bestimmtes Zeitfenster im Vorverkauf war eine sehr gute Entscheidung und ist unbedingt empfehlenswert.



Die Ausstellung ist so gut besucht, dass die den Ausgang verlassenden Besucher gezählt und entsprechend viele dann schubweise eingelassen werden, entsprechendes Zeitfenster auf der Karte voraus gesetzt.

Das Abgeben der Jacken ist zwar optional, aber notwendig, da es warm in den Räumen der alten Oberpostdirektion ist - die Luft ist entsprechend schlecht, aber nach dem Eintauchen in die Ausstellung habe ich das nicht mehr wahr genommen!



Für den Rundgang wird ein Audioguide benötigt, der im Eintrittspreis inbegriffen ist. An den Wänden und Säulen bei den Objekten sind große Zahlenmarkierungen angebracht, der entsprechende Track ist dann auszuwählen, so kamen wir in den Genuss einer sonoren Männerstimme, die uns allerlei Erhellendes erzählte.



Zu Beginn der Ausstellung wird man durch zwei Präsentationen geschleust - schon dafür macht das schwungweise Einlassen der Besucher Sinn. Wir standen dann Schlange und konnten uns währenddessen eine Karte der Ausgrabungsstätte und die Geschichte des Herrn Carter an den Wänden betrachten und die Audiokommentare anhören.

Zunächst gab es eine Einleitung: Auf drei Leinwänden wurde die Geschichte der Pharaonen Echnaton und Tutanchamun sowie der Nofretete gezeigt, die Erläuterungen "holte" sich der Audioplayer per Funk vollautomatisch.



Weiter ging es ins Kino, wo wir einen Film über Howard Carter und die Geschichte der Ausgrabung im Tal der Könige genießen konnten - wieder fungierte der Player als Funkempfänger für den passenden Ton.



Vom Kino schleuste man uns zum "Grab", wo eine freundliche Führerin ein paar einleitende Worte sprach, inklusive der Bitte, Fotoapparate nur ohne Blitz zu betätigen. Strafe bei nichtbefolgen sei umgehende Versteinerung :)) Der Redner in unseren Ohren beschrieb uns die einzelnen Grabkammern, drei an der Zahl, deren Inhalt genau so arrangiert worden war, wie Howard Carter ihn einst erblickt hatte. Währenddessen wurden in dem ansonsten dunklen Raum die jeweils kommentierten Objekte illuminiert. (Anschließend gab es zwei Minuten lang Licht, damit fotografiert werden konnte.)



Nach Verlassen des Raumes mit den Grabkammern ging es zur Objektausstellung. Von hier an waren wir dann uns selbst überlassen - wenn man von dem freundlichen Kommentator in unseren Kopfhörern, der auf Knopfdruck reagierte, absieht.



Die Ausstellung der Objekte war themenzentriert und wunderschön! Da es sich hier um 1:1-Kopien der in den Grabkammern vorgefundenen Dinge handelte, war der Gedanke an Imitationen vernachlässigbar. Wir gingen herum und staunten.



Und ich fotografierte. Dank ausgezeichneter Ausleuchtung der überwiegend goldenen Objekte ging es "an sich" gut ohne Blitz, es ist meine Kamera, die dann manchmal nur mittelgute Ergebnisse liefert. Allerdings: Damit kann ich gut leben, sie sollte ja nur meine Eindrücke festhalten.



Die offizielle Website der Ausstellung.
Howard Carter und die Grabanlage sowie Tutanchamun bei Wikipedia.
Der NDR hat dieser Ausstellung eine sehr schöne Seite gewidmet.
Alle meine Fotos.

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