Samstag, 6. Februar 2010

Kreativer Spagat

Wie bereits abzusehen war, verlängerte ich gestern meine Arbeitszeit, um ein bisschen "was zu schaffen". Die Einarbeitung der neuen Kollegin verläuft insgesamt positiv, kostet aber außer Nerven und Geduld vor allem Zeit... Egal, irgendwann hatte auch ich dann gestern Wochenend-Feierabend.

Auf dem Heimweg mussten noch ein paar Erledigungen gemacht werden, und am Ende noch ein kleiner Einkaufsweg. Das ist an sich ja nicht weiter erwähnenswert, aber ich bringe in Erinnerung: Tagsüber ist Tauwetter, die huckligen Eisflächen tauen an, bilden Pfützen, der Schnee wird großflächig zu Glibber. Dann kommt die Nacht, alles wird zu Eis, am nächsten Morgen geht's von vorn los. Das bedeutet schlicht, dass es so gut wie überall rutschig ist. Ist man zu Fuß unterwegs, empfiehlt sich der Blick nach unten - getrocknete Stellen auf den Wegen oder Pfützen ohne Eis darunter? Streugut oder Sand auf Eis? Man "eiert" so seinen Weg entlang...

Das geht schon tagelang so, und wir haben uns bestimmt inzwischen alle daran gewöhnt. Obwohl ich normalerweise gut hinschaue, wo ich gehe - schon wegen meines anfälligen Knies - war ich vermutlich zu entspannt (oder einfach zu müde) unterwegs gestern.

Links hing meine Tasche, in der rechten Hand hielt ich den Einkaufsbeutel, und ich war fast am Fahrbahnrand zum Zwecke der Überquerung angekommen... *zack* schoss mein rechter Fuß vor, gleichzeitig der linke zurück, dank eingeschränkten Platzes (Rock) knickten wohl die Knie ein, und ich fand mich auf dem Eise liegend/knieend wieder. Tasche und Einkaufsbeutel - reflexhaft gut festgehalten - waren an ihrem Platz. Hier hatte ich nun den "kreativen Spagat" hingelegt - und kam zunächst mal aus dieser Nummer nicht wieder heraus... Bei jedem Versuch des Aufstehens rutschten mir die Füße wieder weg...

Na gut, schließlich kam ich wieder in die Vertikale und schließlich auch zu Hause an. Im Einkaufsbeutel schwamm alles in Joghurt, an meiner Hand lief Blut - Bagatellverletzung, dekorativ.

Heute Morgen stelle ich fest, dass mein rechtes Handgelenk schmerzhaft und in seiner Beweglichkeit eingeschränkt ist, auch mein Knie macht sich "so irgendwie" ein bisschen bemerkbar. Gottseidank ist Wochenende, und außer einem kleinen Einkaufsweg gibt es nichts, was mich "aufs Eis" zwingt... Und zwei kleine Prellungen bringen mich schon nicht um.