Freitag, 31. Juli 2009

Und wenn ich nicht gerade telefoniere?

Fragte mich mein gestern zurück gekehrter Chef heute früh, ob und was ich denn zu tun hätte?!? Meine Antwort beschränkte sich auf hysterisches Gekicher - oder etwas Ähnliches. Spielte aber keine Rolle, es gab etwas, das "heute noch fertig" werden musste und mir ungefähr drei Stunden Zeit geräubert hat. Außerdem zwei Ausschreibungen, die mir der seit heute urlaubende Kollege gestern Abend noch auf den Tisch gelegt haben muss, natürlich auch noch heute in die Post zu geben.

Außerdem vermisste ich einen Ordner, den ich mir aus Dringlichkeitsgründen heute früh zu allererst greifen und bearbeiten wollte... bis ich eine Idee hatte und einen Monteur anrief. Bingo. Er hatte ihn sich gegriffen für Montagfrüh... Ob ich wohl wütend war? Ich sagte, nächstes Mal möge er mir bitte ein Plakat schreiben und auf den Tisch legen... Und der Inhalt war jetzt nicht aktualisiert... Ich hätte platzen mögen...

Und meine Tagesarbeit? Konnte ich genau eine Stunde vor Feierabend noch anfassen. Toll, ganz toll, da wartet dann gleich für Montag ein Riesenberg auf mich... Dann wird zwar meine Kollegin aus ihrem Urlaub zurück sein, was mir aber überhaupt nicht nützen wird, Stichwort: Monatsabschluss.

Und zu Hause? Erstmal tief durchgeatmet und einen Kaffee getrunken. Später bei allerbestem Gartenarbeitswetter (!) draußen gewerkelt und schön entspannt dabei. Hinterher einfach nur umgesehen, den Blumen beim Wachsen zugeschaut und den Vögeln beim Herumhüpfen im Weißdorn. Ein Gezwitscher! Kam mir vor als würde Mama Vogel den Kindern beim Geflatter zusehen und sie immer wieder rufen.

Parallel und unnütz

Parallel gibt es hier auch ein Telefonat, ein süddeutsches.

Übrigens hatte ich heute Nachmittag noch einen Anruf. Von meiner Hausbank, da wollte ich freundlich bleiben und nicht gleich "abwimmeln". Hmja... es war eine Befragung zur Kundenzufriedenheit, hieß es. Ganz offensichtlich aus einem CallCenter und nicht von hier. Eine Filiale in meiner Nähe ist nämlich in einer Straße, die einen plattdeutschen Namen hat - und den konnte der junge Mann nicht wirklich gut aussprechen, bis ich ihn richtig verstanden hatte, dauerte es schon zwei Rückfragen lang.

Dieses Telefonat war ganz und gar unnütz, für mich sowieso, aber auch für die Befragung. Es schien, als würde sich alles um diese Filiale drehen, die ich nur einmal an einem Wochenende besuchte, um ein paar Tasten auf dem Bankomaten zu drücken, und das zählte nicht als Antwort.

Ansonsten sollte ich die verschiedenen Serviceleistungen "abnicken" und vermutlich auch bewerten. Unnütz und sinnlos, da ich genau drei nutze, nämlich erstens (in einer Filiale, die auf dem täglichen Arbeitsrückweg liegt) den Bankomaten, zweitens den Auszugdrucker, drittens Online-Banking. Und schon konnte ich den leicht frustriert klingenden jungen Mann verabschieden.

Bei dermaßen geballten Telefonie-Merkwürdigkeiten wundert sich hoffentlich keiner mehr, dass sich meine privaten Telefonate auf die Familie beschränken (die dann auch gerne sehr ausführlich)... Schade, dass meine Freundinnen hier nicht mitlesen, da ist gewiss jemand bereits etwas "angefressen", aber *ich mag nicht mehr telefonieren*!

Unhöflich

Noch mehr aus der Reihe "Anrufe, die die Welt nicht braucht":

Rief jemand in der Firma an, nuschelte seine Namensnennung und verlangte Herrn X oder Herrn Y zu sprechen. Beide Namen sind verkehrte Rückschlüsse aus dem Firmennamen und zeigen sofort deutlich, dass man mit uns/der Geschäftsleitung noch keinen Kontakt hatte.

Ich fragte nach, wie denn bitte sein Name sei, und der Firmenname auch, ich hätte es nicht verstanden. Danke. Und womit ich jetzt helfen könne?

Das brachte den guten Mann wohl aus dem Konzept. Typisch für solcherlei Anrufe ist ja, dass die Herrschaften immer ihr auswendig gelerntes Programm abspulen, sobald man dieses unterbricht, werden sie hilflos und sehr, sehr unfreundlich.

Ich aber habe wenig Lust und überhaupt keine Zeit für solche Anrufe, die immer damit enden, dass ich keinesfalls das Gespräch durchstelle. Heute war's bei mir ein ganz besonders heftiger Zeitdruck, so dass ich an einem frühen Punkt (siehe oben) seine Rede störte. ... Womit ich also helfen könne? Ich solle ihn doch erstmal ausreden lassen! Aha. Ich sei unhöflich und er würde an einem anderen Tag wieder anrufen.

Ich wünschte ihm ein schönes Wochenende. Er sagte: "Das wünsche ich mir auch."

Donnerstag, 30. Juli 2009

Unterhalten sich zwei Automaten...

Als ich nach Hause komme, blinkt mein Anrufbeantworter...

Eine weibliche Automatenstimme erzählt dem Gerät, es habe gewonnen (! jubel !) und solle nun bitte die (hier beliebige Zahl einsetzen) drücken, um zu bestätigen, dass sie (die Automatenstimme?) in Zukunft hier anrufen (hey, das ist meine Telefonnummer, und ich will das nicht!) und mir (bzw. dem AB-Chip) tolle Gewinnspiele anbieten darf. Natürlich drückt mein AB keine Ziffer, trotzdem bedankt sich die Automatenstimme nett dafür, und beendet das "Gespräch", nicht ohne freudig erregt künftige Anrufe anzukündigen.

Und sollte das einmal in meiner Anwesenheit passieren, werde ich zunächst einmal fragen... ach, das geht ja nicht, es ist ja ein Automat... vielleicht die Rufnummer notieren? Mooooment! Eben mal nachgeschaut, eine Nummer wird angezeigt. Aber was nützt mir das Verbot der Rufnummerunterdrückung bei einem CallCenter mit Automatenstimmen, wenn die Nummer nicht verzeichnet ist??? Ich bin gespannt, ob von dort auch mal ein Mensch zu vernehmen ist - dem zumindest könnte ich dann "etwas auf die Ohren geben"...

Mittwoch, 29. Juli 2009

Telefongespräche

Urlaubszeitbedingt bin ich derzeit die einzige "Bürodame". (Übrigens ein schreckliches Wort, es gibt keine Berufsbezeichnung für uns, die wir "Mädchen für alles" sind. Obwohl ich natürlich einen Beruf habe, aber der liegt weit oberhalb von dem, was ich täglich mache...) Das bedeutet, dass ungefähr 98 % aller eingehenden Anrufe von mir entgegengenommen werden, wovon ich den Löwenanteil auch selbst bearbeite.

Es ging heute früh gleich ganz wonnig los, in dem mich einer unserer Monteure informierte, dass - trotz Terminabsprache - niemand im Hause sei. Eine Nachbarin des betreffenden Bewohners wollte "einhüten", sie hatte sich während unserer voraus gegangenen Gespräche geweigert, ihren Namen und ihre Telefonnummer zu hinterlassen, so hatten wir keine Chance, kurz nachzufassen. Unser junger Mann wartete also eine halbe Stunde, bevor er sich zum nächsten Termin aufmachte.

Gegen Mittag meldete sich diese Nachbarin wutschnaubend bei mir. Der Monteur sei nicht gekommen, es hätte niemand bei ihr geklingelt. Nach einigem Hin und Her stellte sich heraus, dass sie in ihrer eigenen Wohnung gewartet hatte. Schließlich sei das doch wohl klar gewesen!!! Und nun könne er ja wohl umkehren und einen anderen Kunden im Stich lassen....

Bevor sie den nächsten möglichen Termin akzeptierte, verging dann noch eine ganze Zeit, in der ich unter anderem anbot, dass wir auch warten könnten, bis der urlaubende Bewohner zurück sei, damit sie nicht mehr belästigt werden müsste. Das Argument schien nicht ganz schlecht zu sein, da sie darauf hin verstummte.

Als ich später mit dem Kollegen darüber sprach, wunderte er sich ganz gewiss über die zahlreichen liebevollen Bezeichnungen, die ich für die Dame hatte...!

Das nächste Problemkind war eine Frau, die dabei war, an ihrer Haftpflichtversicherung zu verzweifeln. Die Kostenübernahmezusage hatte sie telefonisch erhalten, weigerte sich aber, selber als Rechnungsempfänger zu erscheinen, vermutlich auch, weil ich angehalten bin, von privaten Kunden Abschlags-Vorauszahlungen zu verlangen. Da wir beide bereits seit einer Woche versuchten, das Problem zu lösen, die Mitarbeiterin der Versicherung aber auch mir gegenüber äußerte, dass die Rechnung nicht direkt an die Versicherung zu senden sei, hatte ich genug von diesem Hörspiel. Kurzentschlossen kontaktierte ich die uns sehr gut bekannte Wohnungsverwaltung, was dann auch den gewünschten Erfolg hatte. (Mein Dank gilt der immer fröhlichen und freundlich-tatkräftigen Frau W.)

Eigentlich hatte ich hiermit bereits den heutigen Heiligenschein verdient gehabt, aber es kam noch viel besser. Gibt es eigentlich eine Gebührenordnung für Lebenshilfeberatung in solchen Situationen?

Es meldete sich eine vermeintlich potenzielle Kundin mit der Bitte um Angabe von Schätzkosten für eine bestimmte Arbeit. (Oh, das mache ich gar nicht gerne, ist auch eigentlich nicht statthaft!) Während ich also mir die einzelnen Posten überlegte und vor mich hin murmelte, hinwies darauf, dass auch noch eine andere Firma kommen müsse, stellte sich heraus, dass die Lady derzeit nur Überlegungen anstellte, ein ganz bestimmtes Häuschen zu mieten und ggf. zu verändern. Sie wüsste überhaupt nicht, was sie machen solle, könnte sich auch vorstellen, in x Jahren noch auszuwandern, und überhaupt wisse sie nicht... Ich habe dann auf allerlei Widrigkeiten hingewiesen und ganz vorsichtig abgeraten, natürlich nicht ohne den Hinweis, dass sie ggf. gerne sich erneut bei uns melden darf zwecks Besichtigung und schriftlichem Angebot.

Trotz allem war es ein ganz guter Tag, und viel geschafft habe ich auch... Kein Wunder, dass ich während dieser Urlaubs-Härtezeit jeden Tag ein wenig früher ins Bett falle als am vorigen.

Nachsatz: Manchmal ergeben sich seltsame Situationen. Seit einiger Zeit zählt die für mich privat zuständige Verwaltung auch zu unseren Kunden, und in den letzten Tagen rief häufig "mein" Techniker bei uns im Büro an. Heute fragte er mich, ob ich vielleicht kein Zuhause hätte? Meine Antwort "ich muss schließlich hier sein, um meine Miete an Sie zu zahlen" brachte ihn dann doch zur schnellen Einsicht, rang ihm aber gewiss auch ein Grinsen ab :))

Dienstag, 28. Juli 2009

Zehn Minuten Feierabendsonne

... hatte ich (nach einem langen, sonnigen Tag, den ich im Büro geschmort habe) noch auf der Terrasse - dann zogen dicke, graue Wolken auf.

Die Schefflera (Strahlenaralie), die vor einiger Zeit von mir umgetopft und an die Luft gesetzt wurde, entwickelt wirklich an jedem kleinen Knubbel ihres Stämmchens einen Seitentrieb, und ich kann von Tag zu Tag zusehen, wie alles wächst:



Und dann gab es einmal eine Yucca, die offenbar geradewegs durch das Hausdach der Besitzerin streben wollte und deshalb von ihr "geköpft" und in Wasser gestellt worden war, bis eines Tages ich zu Besuch kam. Und das Haus verließ mit einem bewurzelten Yucca-"Schopf", der sodann in einen großen Blumentopf kam. Und wuchs, und wuchs... bis die Pflanze dank ihres Umfanges nicht mehr auf die Fensterbank passte. An ihrem neuen Platz aber wuchs sie "natürlich" zum Licht hin, was ich dadurch auszugleichen trachtete, dass ich sie hin und wieder ein wenig drehte - alles in allem ein Verfahren, das nicht ihrer Schönheit dienlich war, da der Stamm nun begann, schraubenartige Gestalt anzunehmen - bei der Ausladung der Pflanze keine gute Sache, sie war sowieso von großem Umfang, und immer musste ich aufpassen, mich nicht an den Sägezähnen der Blätter zu verletzen... Das Ende der Geschichte ist, dass ich die Yucca wieder "geköpft" habe, entschieden kürzer und daher auch mit kürzeren Blättern als mein erstes Teil, und in Wasser gesetzt bekam sie innerhalb weniger Wochen reichlich kräftige Wurzeln. Inzwischen ist sie eingetopft und macht ebenfalls eine "Luftkur" auf der Terrasse. Den alten Stamm habe ich entsorgt, wusste einfach nicht mehr, wohin damit. Ich hoffe, sie lässt sich mit dem Größenwachstum einige Zeit:



Insekten gibt es in diesem Jahr reichlich, insbesondere Marienkäfer. Gut, dann sind in den Pflanzen zumindest keine Läuse. Und es scheint der heimische "Siebenpunkt" zu sein - keine Spur vom asiatischen Einwandererkäfer. Hier einer, der es sich in meinem Fliederableger gemütlich gemacht hat:



Bei meiner gestrigen "Gartenumschau" musste ein langer, quer wachsender Rosentrieb weichen, der (leider, denn so etwas schneide ich ungern weg!) in voller Blüte steht und nun in einer Vase meinen Terrassentisch ziert. Das stört die Schwebfliege wenig:



Und im Margeritenstrauch sitzt ständig allerlei Insektengetier, wenn denn gerade mal die Sonne scheinen mag, haben die gelben Blütenmittelpunkte reichlich Besuch, aber hier kamen gerade die dunklen Wolken...


Sonntag, 26. Juli 2009

"notte italiana"

Um ein wenig "parlare italiano" in lockerer Atmosphäre zu üben, hatten A. und ich uns einen italienischen Abend ausgedacht - gestern war's denn so weit, von langer Hand geplant. Leider nicht auf der Terrasse, im Regen zu sitzen und zu frieren war nicht unsere Absicht gewesen.

Also den Esstisch in grün, rot, weiß dekoriert.
Italienische Musik laufen lassen.
Ein italienisches Menü ausgedacht, jede hat einen Teil beigetragen.
Lecker Prosecco und Vino besorgt.



Es hätte ein lustiger Sprachabend sein können, wenn, ja, wenn A. denn auch geneigt gewesen wäre, etwas zu versuchen. Meine Anläufe wurden im Keim erstickt, keine Chance.

Also war es ein netter Abend mit allem Drum und Dran, wir haben lange geklönt, aber am eigentlichen Sinn und Zweck der Veranstaltung war's denn "richtig gut" vorbei gegangen.

Seit heute Mittag

... ist es wieder grau draußen, immer knapp vorm Regen. Also kein langer Spaziergang, macht auch nichts, bin eh müde. Vermutlich bekommen mir "lange Abende" nicht mehr wirklich, frau kommt in die Jahre :)


Kameratest: noch zwei Blumenfotos



Freitag, 24. Juli 2009

Kameratest

Inzwischen habe ich ein wenig in den Einstellungen und Menüs herumgespielt, die Kamera auf 8MP eingestellt (damit die Dateien nicht zu groß werden), und ich glaube, ich werde wirklich noch viel Freude an ihr haben!!! So gute Ergebnisse hätte ich für das Ultra-Preiswert-Teil nicht erwartet:








DigiCam, neu

Noch gestern Abend habe ich im Internet Preisvergleiche eingeholt. Völlig klar war, dass ich bei einem ungeplanten Spontankauf im unteren bzw. untersten Preissegment bleiben musste, was bedeutete, dass ich zwar (vermutlich) adäquaten Ersatz bekommen würde, aber gewisse Funktionen, die ich immer vermisst hatte, auch würde noch länger vermissen müssen. Andererseits muss ich jetzt 10 Megapixel akzeptieren, obwohl mir das für den Hausgebrauch viel zu voluminös und platzfressend ist... Die vereinzelt zu findenden Cams mit 8 MP waren teurer, und mit 6 MP, die ich bisher hatte, gibt es vermutlich gar keine mehr.

Vorhin bin ich dann durch Harburg gezogen und habe vor Ort alle Sonderangebote angeschaut, schließlich doch das im Netz gefundene Modell im Laden gekauft. Damit wäre dann meine kleine mühsam erwirtschaftete Reserve dieses Monats hinfällig. Andererseits: Ich ohne Kamera ist genau so schlimm wie ich ohne PC - das geht gar nicht!

Also dürft Ihr mir jetzt die Daumen drücken, dass ich mit meinem bescheidenen Neuerwerb einigermaßen zufrieden sein werde!

Ich soll nicht bloggen, wenn ich müde bin...

... ich soll nicht...

Der Eintrag unten ist um eine Null korrigiert... tsts.

Donnerstag, 23. Juli 2009

DigiCam putt...

Der Ein-und Ausschaltknopf der DigiCam gebärdete sich in der letzten Zeit bereits ein wenig seltsam, direkt störrisch verweigerte er zeitweise das Ein- oder Ausschalten der Kamera. Aber irgendwie hatte ich ihn immer wieder überzeugen können, seinen Dienst zu tun, zuletzt heute Abend:


(Sie blüht immer noch alle paar Tage, heute hat sie drei Blüten gleichzeitig.)

Aber nun ist "Schluss mit Lustig", der Einschaltknopf funktioniert überhaupt kein bisschen mehr! Vermutlich muss ich mich nun nach einem Nachfolger für meine Kamera umsehen... Trotzdem ich ab und zu hier genörgelt hatte, dass sie dieses und jenes nicht könne, hatten die Cam und ich uns doch fein aneinander gewöhnt, und ich beherrsche die Sprünge durch das Menü inzwischen blind, kenne auch ihre Eigenheiten und ging darauf ein...

Vorübergehend mag das Handy als Ersatz herhalten, aber so wirklich zufrieden stellen mich die Handyfotos nicht, schon deshalb, weil ich diesen merkwürdigen Weitwinkel nicht mag. Und lustig damit experimentieren geht auch nicht...

Nachtrag: Vor drei Tagen hat die Kamera (bekommen Weihnachten 2006) den 10.000er-Sprung gemacht und ist mit der Numerierung neu angefangen. Hält so ein Bedienknopf keine (zehn-?)tausend Male drücken aus? (Bei vielen Fotostrecken war die Cam ja ununterbrochen eingeschaltet, also waren es erheblich weniger Betätigungen!)

Mittwoch, 22. Juli 2009

fertig

Der Kuchen ist fertig und kühlt aus.
Bericht mit Foto wird nachgereicht.
Ich bin ebenfalls fertig... gute Nacht.

kein DSL

Nachdem mein DSL jahrelang ohne Probleme funktioniert hatte, gab es heute den zweiten Ausfall innerhalb von vier Wochen. Kürzlich war es flächendeckend, man erzählte mir von "Wartungsarbeiten", was ich nie und nimmer glaube, denn die nimmt man nicht nachmittags vor! Heute Abend nun wieder keine Verbindung. Eine Stunde "auf gut Glück" abgewartet, aber nichts. Dann die (leider inzwischen kostenpflichtige) Hotline angerufen. Nach ein paar Abfragen und irgendeinem Test, bei dem der Mitarbeiter kein Signal empfing, versuchte er, mich "zur Technik" durchzustellen, was nicht funktionierte, da alle Leitungen überlastet waren.

Schmollend habe ich in irgendeinem dussligen Spiel herumgeklickt, nicht ohne mein Modem immer mal wieder mit Blicken zu fixieren. Schau an, die DSL-Signalleuchten gingen aus, nach ein paar Minuten wieder an, wieder aus... und nach ungefähr 20 Minuten war alles wieder in Ordnung. Jedenfalls hoffe ich, dass es das nun war.

Noch verärgerter wäre ich gewesen, wenn ich nicht gerade hauptsächlich mal wieder mit einem neuen Back-Experiment beschäftigt wäre und nur immer mal zwischendurch irgendwelche Wartezeiten hätte...

Montag, 20. Juli 2009

Ach je

Gestern habe ich dann wieder den Tag mit gärtnerischen Aktivitäten verbracht, dieses Mal hauptsächlich mit dem Versuch der Bodenverbesserung.

Ein neues blühende Hortensie hat in einem großen Pflanzkasten neben dem Flieder (wo es nach der Entfernung von Totholz wie ein Kahlschlag aussieht) ein Zuhause bekommen, und ich habe erste Blüten an der Fuchsie vorgefunden.





Mit der meisten Arbeit war ich vor Beginn der heftigen Regenfälle fertig - es blieb "nur" noch das Chaos auf meiner Terrasse zu beseitigen, den Tisch zu reinigen, alles aufzuräumen, zu fegen ...

Eine Topfpflanze neu versorgt und an die Luft befördert, doch dazu ein andermal mehr.

Und heute wird das Wetter immer schlechter... zunächst gab es noch einen stetigen Wechsel mit blauem Himmel und plötzlich einsetzenden Regengüssen, inzwischen regnet es allerdings bereits seit Stunden ununterbrochen.


(Blick aus der Bürotür auf bzw. in einen Wolkenbruch)

Ich wünsche mir für Sonnabend ein so feines Wetterchen, dass man den Abend auf der Terrasse verbringen kann, damit meine geplante "notte italiana" rundherum gelingen kann.

Übrigens muss ich mich jetzt zügig an die passenden Vokabeln machen, allein es fehlt die Lust... habe gerade das Gefühl, dass sämtliche parole italiane aus meinem Kopf verschwunden sind - andate via. Und das, obwohl ich mich täglich mit Wiederholungen beschäftige.

Also jetzt erstmal alle Koch-, Küchen- und Futter-Vokabeln rauskramen, danach dann die passenden Verben und all' die kleinen Worte, die ständig sich auf und davon machen möchten, die aber unverzichtbar sind, um dem Sätzen (welchen Sätzen?!? Ich hoffe doch, mir fallen welche ein?) die nötige Würze zu geben. (Würze - wie passend zum Thema - was muss ich an Gewürzen und sonstigen Zutaten wissen?)

Und diese Woche will noch eine CD mit passender musica zusammengebastelt werden...

Samstag, 18. Juli 2009

BallinStadt, das Auswanderermuseum in Hamburg

Unser Ausflug führte uns in die BallinStadt, ein Museum der besonderen Art.

Nähere Information auf der offiziellen Web-Site.

Wir sind durch die nachgebauten Auswandererhallen mit ihren vielen Ausstellungsstücken, Originaldokumenten, Präsentationen mit viel Genuss geschlendert.

Mein Eindruck: ein Gesamtkunstwerk, das eine ganz eigene, spezielle Atmosphäre vermittelt!

Da glücklicherweise dort das Fotografieren erlaubt ist, habe ich reichlich von meiner Kamera Gebrauch gemacht. Ich habe versucht, nicht nur zu dokumentieren, sondern ein wenig diese besondere Atmospähre einzufangen und habe die Bilder in einem größeren Format als sonst bei mir üblich sämtlich in eine neue Galerie gepackt. Persönliche Kommentare (die möglicherweise auch dem Verständnis der Fotos dienlich sind) werden in den nächsten Tagen nachgeholt und direkt unter die Bilder gesetzt - jetzt bin ich noch mit der Verarbeitung meiner Eindrücke beschäftigt. (Außerdem war's ein langer Tag.) Wer mag, klickt sich hier schon einmal durch:

Tochtertag

Ganz früh aufgestanden und all' meine versäumte Hausarbeit nachgeholt. Die Große kam mit Brötchen im Gepäck, da wurde natürlich erst einmal lecker gefrühstückt und allgemeine Neuigkeiten ausgetauscht.

Es folgte ein Großeinkauf beim Discounter, schließlich ein neuerlicher Baumarkt-Gartencenter-Besuch.



Da habe ich mir nicht nur schon wieder reichlich Gartenarbeit vorgenommen, nein, die Terrasse muss auch noch bis zum nächsten Wochenende besuchsfein sein. Keine Ahnung, wie ich das hinbekommen soll, aber die Sitzmöbel samt Tisch werden definitiv gebraucht. Schlimmer noch: Ich habe mir eine schöne Tischdekoration vorgenommen - ein besonderer Abend verlangt nach besonderen Maßnahmen. Aber ein neues Kuchenexperiment steht morgen auch an. Kann ich irgendwo eine Wochenend-Verlängerung beantragen?

Am Nachmittag stand dann noch eine besondere Unternehmung auf dem Programm, die bekommt einen extra Eintrag...

Beendet haben wir unseren gemeinsamen Tag denn mit lecker Kaffee und einem Stück Blaubeer-Crostata.

Ein schöner Tag mit Dank an Nina für - aber nicht nur! - das Hereinschleppen meiner Einkäufe.

Und jetzt muss ich erstmal Fotos sichten!

@ work

Freitag:



Und das angekündigte schlechte Wetter wurde nur halb so schlimm... Zur mittäglichen Feierabendszeit gab es einen Wolkenbruch, der sich kurz nach meiner Heimkehr erledigt hatte. Gegen Abend war sogar die Sonne wieder zu sehen.

Gartenabend

Da am Donnerstag noch sehr schönes Wetter war und bereits ein Temperatursturz und reichlich Regen angekündigt waren für die Folgetage, beschloss ich kurzerhand, meinen Feierabend zum Garten-werkel-Abend zu machen, allerdings mit etwas gedrosselter Kraft.

Unter anderem habe ich die "umgekippte" Malve in ein Stützkorsett gepackt:



Und die wild wuchernde Forsythie gestutzt. Außerdem hier und dort verwelkte Blüten entfernt und allgemeine Inspektion gemacht.

Die Schefflera, die ich neulich umgetopft und an die frische Luft gesetzt hatte, dankt mir die gute Behandlung, in dem sie entlang ihres Stämmchens überall kleine neue Triebe ansetzt!



Schließlich noch ein Käffchen im Abendlicht genossen und den Tag beendet.


Mittwoch, 15. Juli 2009

cheffreie Zone

Für zwei Wöchelchen ist jetzt die Cheffamilie abgereist, und in zwei Tagen beginnt der Urlaub der Kollegin. Viel zu tun, aber die Stimmungslage ist entspannt, glücklicherweise. Denn ich habe gerade eine "Kampfaktion" laufen, die einiges an Organisationsgeschick erforderlich sein lässt. Macht - ich geb's ja zu - Spaß, ist aber trotzdem anstrengend. Und ist ein Zeiträuber, so dass ich einiges an heutiger Tagesarbeit liegen lassen musste. Aber länger arbeiten ist nicht drin, im Büro ist Wärmestau, da bin ich froh, wenn ich denn feierabends flüchten kann! (Ja, tatsächlich, auch heute ist hier Sommer!)

Die Kollegen, die vertretungsweise die Arbeitsorganisation übernommen haben, sind sehr engagiert und machen ihre Sache ausgezeichnet!

Übrigens, jedem, der reinkommt hatten wir bisher den Spruch "Und was ist mit Eis für die Damen?" förmlich "entgegen geworfen"... heute wohl etwas zu häufig? Als Abendessen gibt's jetzt hier nur einen kleinen Salat ;) [Aus dem technischen Bereich das Wort des Tages: "Mittelwulst". Passt hier auch nicht schlecht.]

Dienstag, 14. Juli 2009

Hamburg-Harburg im Sonnenschein

Nach Feierabend hatte ich wieder einmal in Harburg eine Erledigung zu machen. Da das Wetter beschlossen hatte, heute sommerlich zu sein, habe ich kurzerhand ein paar Bilder für den "Sale"-Artikel nachfabriziert. Hatte natürlich die DigiCam nicht dabei, so musste das Handy dran glauben...

Die Qualität ist natürlich nicht so sehr gut, und die Handhabung des Telefons als Fotoapparat suboptimal, trotzdem bekam ich gleich wieder den allseits bekannten "Fotoblick" und "musste" noch eine kleine Runde drehen, dort, wo Harburg vielleicht am schönsten ist:

Das Gebäude der Deutschen Bank:



Spielende Kinder in einer "Wasserlache" auf dem Rathausplatz. In der Mitte des Wassers scheint eine Fontäne zu sein, nur leider außer Betrieb. Die Kinder hat's nicht gestört.



Hinter diesem Baum lugt schon das Rathaus hervor:



Das Harburger Rathaus:



Ein sehr leiser Musikant im Sonnenschein:



Einfach ein Blick über den Rathausplatz:



Das Rathaus hat eine schöne Tür:



Der Blick hoch hinauf:



Der Eingangbereich:



Zwei Ringkämpfer, einem liegt eine Jeans zu Füßen:



Und einen Seehund haben wir auch!



Ich bin dann ein wenig weiter geschlendert, gegenüber vom Rathaus ist das ehemalige Postgebäude:



Daran vorbei kommt man zur Rückseite der "Arcaden":



Wer alle Fotos sehen möchte, geht hier hin.

Sonntag, 12. Juli 2009

Lecker!

Ich war gerade noch einmal in der Küche, und mir ist da etwas super leckeres gelungen! Bis morgen könnt Ihr ein bisschen raten - lasst Euch nicht vom Behältnis täuschen...

Es regnet, es regnet

... die Erde wird nass. Die Blumen auch.



Aufgewacht war ich bei schönstem Sonnenschein - aber das war's dann auch schon. Es dauerte nicht lange, bis es zu regnen anfing und seither nicht wieder aufgehört hat. Das animiert nicht gerade zu außerhäusigen Aktivitäten, also gab ich hier die fleißige Hausfrau und machte allerlei lustige Küchenexperimente. Ein bisher ungenanntes Experiment ist noch in Arbeit, da muss ich erstmal sehen, wie es wird :)

Eben wollte ich den heutigen Teil aus der zweiten Staffel von "Rom" im TV sehen, aber mittendrin gab das Gerät wieder einmal den Geist auf. Alle paar Tage kommt es vor, dass plötzlich anstatt des Bildes nur ein heller Streifen in der Mitte zu sehen ist. Ich befürchte, dass das nicht mehr lange gut gehen wird.

Samstag, 11. Juli 2009

Den Tag bei der Lady in B. verbracht

Alles in allem ein netter Tag, es geht ihr ganz gut so weit, die Verletzungen sind zum größten Teil verheilt, aber Sie ist die dauernden Arzttermine leid - kann ich verstehen, ginge mir nicht anders.

Wir waren Testesser für mein Backexperiment... Hammer und Meißel wären nicht schlecht gewesen :))

London

Weil eine aus dem Frauenforum in Kürze nach London reist, habe ich das zum Anlass genommen, mal ein paar Fotos von meiner letzten Reise nach London in meine Galerie zu nehmen.

Und da auch noch ein älteres privates Projekt "London" aus Ninas AuPair-Zeit sowie meine alte Homepage auf den geocities-Servern liegen, muss ich mir dringend Gedanken machen, wohin das künftig soll, denn ich bekam eine Mitteilung, dass yahoo den geocities-Homepage-Service zum Ende Oktober einstellt.

Freitag, 10. Juli 2009

krisennews spezial - italien

Wer hier liest, weiß, dass ich von Rom und Italien total begeistert bin. Das hat genau zwei Gründe: erstens lebt Töchterlein dort (Muttergefühl eben). Zweitens bin ich interessiert an Kunst, Kultur, Geschichte, besonders der Antike. Davon bietet schon Rom allein mehr als ein Mensch verkraften kann. So viel zum Vorwort.

Das bedeutet nicht, dass ich Italien, Berlusconi und seiner Politik nun unkritisch gegenüber stehe, im Gegenteil. Nach einem langen Telefonat mit der Tochter, das mir wieder einmal tiefe Einblicke in das italienisch-römische Alltagsleben gewährt hat, bin ich gerade ziemlich niedergeschlagen (ja, eine Nacht drüber schlafen, und ich beruhige mich wieder)... Leute, wisst Ihr eigentlich, wie gut wir es hier trotz aller Missstände in D-Land haben?

@family: Nein, alles gut bei M., keine Sorge.

Der Tochter versprach ich, ihr diesen Link zur Verfügung zu stellen. Nun gibt's ihn hier im Blog, damit das auch andere lesen: wenn unter berlusconi die schwarze sonne aufgeht... [2. update am 04.07.]
Ich habe selbst noch nicht die Updates fertig gelesen, bin aber bereits völlig erschüttert...
Frei nach Asterix: "Die spinnen, die Römer" (Um das Ganze jetzt mal etwas humorig zu beenden hier.)

Donnerstag, 9. Juli 2009

Harburg for Sale

Vorhin bin ich ein wenig durch das "Lüneburger Tor" gelustwandelt. Sale hier, sale dort, 20%, 40%, 60 %, nimm 3 und bezahl 2, ein Ein-Euro-Shop links, der nächste rechts. Schuhe, T-Shirts, Haushaltswaren, alles fordert Aufmerksamkeit. Da kann man glatt übersehen, dass Harburg doch normalerweise die Zone der Bäckereien, Schuhgeschäfte, Friseure und Apotheken ist.



Im fröhlichen Wechsel werden Geschäfte geschlossen, vorübergehend Sonderposten-Läden eröffnet ("sale" zur Eröffnung) und geschlossen ("sale", denn alles muss wieder raus), neuerdings gesellen sich Asia- und ähnliche Imbissläden dazu. Drogeriemärkte eröffnen Zweit- und Drittfilialen, auch hier "sale"! Mindestens zwei Kosmetikmarken sind x % herab gesetzt in dieser Woche. Zu den normalen Apotheken hat sich vor einiger Zeit eine "Low-Price-Apotheke" hinzugesellt (bei meinem Antihistamin-Verbrauch allerdings sehr gut, was fair ist, muss fair bleiben). Nicht zu vergessen die wie Pilze aus dem Boden schießenden Handy-Läden.



Zum ersten Mal habe ich einen Ein-Euro-Shop von innen besehen, suchte ein Miniteil für die Küche, das mir helfen soll, meine Crostata zu verschönern. Ja, gefunden, aber auch ansonsten mich ein wenig umgeschaut. Alle Waren liegen in Plastikkörben: Von Schulmaterial über Geschirr, Kleinteilen für die Küche, Gewürzen, Tierfutter, allerlei Kerzen-und-Glas-Deko bis hin zu Kosmetika, Batterien und Naschwerk ist manches vorhanden. Partieware, klar. Jedes Teil bzw. jede Abpackung ein Euro. Drei, vier Kleinigkeiten gekauft und dann den Laden fluchtartig verlassen. Einkaufen dort macht keinen Spaß, aber je nach dem, was man sucht, ist er vielleicht einen zweiten Blick wert.



Ein Schuhgeschäft für Riesenfüße hat "sale"-Angebote vor der Tür. Hochwertige und hochpreisige Markenschuhe um 40 % reduziert. Tatsächlich, ein Schuh gefiel und passte, also mir den zweiten geben lassen zwecks Anprobe. Erste Enttäuschung: der zweite Schuh war wohl dereinst das "Straßenexemplar", dieser schwarze Schuh sah grau aus, der Farbunterschied war deutlich zu sehen. Gehört in die Mülltonne und nicht in den Verkauf! Außerdem war er viel zu eng. Nein danke. Der Chef des Hauses meinte gleich, er hätte etwas Ähnliches im Laden stehen, allerdings nur 20 % reduziert. Rechne... das wären dann 80 Euro? Mir zu teuer. Nein, das Paar Schuhe habe einen deutlich höheren Grundpreis von gut 130 Euro. Okay, ich bin nicht die Königin von Saba, nett bedankt und die Flucht angetreten.



Neben einem Geschäft mit hochwertiger Oberbekleidung hat ein "Asia-Shop" eröffnet. Was auch immer man sich darunter vorstellen mag - das ist es nicht. Ganz einfach handelt es sich um ein Bekleidungsgeschäft, das von einer Asiatin geführt wird, die übrigens sehr freundlich ist. Woher ich das weiß? Ganz einfach, mich lockten die T-Shirts auf dem Ständer vor der Tür an. Preise um die 10 Euro herum, aber viel interessanter war, dass diese Shirts andere Farben und Muster hatten als die überall vorhandene Einheitssoße. Viskose, dünnes Material aber nicht durchsichtig, gerade recht, falls der Sommer zurückkommen sollte. Ein, zwei, drei Teile geschnäppt. Laden merken und gelegentlich wieder hinein sehen.

Kurz einen Blick auf andere Angebote geworfen: Schuhe, Schuhe, Schuhe, sämtlich zum Vergessen... lang und schmal, Obermaterial hart, Absätze, die nach drei bis fünf Wegen das Zeitliche segnen und gleich den Reparaturbetrieb reich machen würden. Und natürlich alle Arten FlipFlops, nichts für mich. Handtaschen, denen man das Billigprodukt auf 10 m Entfernung ansieht.



"Damen-Boutique" mit "sale" vor der Tür in der Form "nimm 3 und bezahl 2, das preiswerteste ausgesuchte Teil gibt es geschenkt". Alles in pink, rosa und weiß. Zwei, drei Teile ganz nett, der Rest gehört in den Ein-Euro-Shop. Und die hübschen Teile sind auch nicht wirklich "billig". Lockangebote vermutlich.



Alles in allem: nicht unbedingt mehr gemütliches Bummeln zwischen den Einzelhandelsgeschäften. Damen mit Kopftüchern und Kinderkarren drohten mich umzukarren. An den "Billigheimer-Tischen" wird gedrängelt. Vor den seriösen Geschäften drehen sich die "sale"-Angebote einsam im Wind. Bei Tchibo ist außer dem riesigen "sale"-Plakat gleich gar nichts in der Auslage, dafür sitzt vor der Tür ein dunkelhäutiger Herr und versucht, seinen Kaffee zu genießen, bevor er kalt geweht ist, alternativ: es ihm hinein regnet. Bei "Balzac" stehen nasse Tische und Stühle einsam draußen herum - wie anders war es noch in der letzten Woche, im schönsten Sonnenschein herrschte dort viel Betrieb!



Dieses "sale"-Geschrei (obwohl nur geschrieben und damit in realità stumm) hat mit dem ehemals klassischen Sommerschlussverkauf nicht das Geringste zu tun. Ich habe eher das Gefühl, die Geschäfte müssen ihr Sommersortiment irgendwie an die Frau bringen, bevor der Herbst in die Lager Einzug hält, die allgemeine Kaufbereitschaft ist vermutlich doch stark zurück gegangen? Und die Ein-Euro-Läden suggerieren, dass hier alles ganz, ganz billig zu haben ist. Ist es zwar, aber die notwendigen Dinge des täglichen Bedarfs gibt es hier nicht! Die müssen in aller Regel trotzdem normalpreisig besorgt werden.



Die Einkaufsstraße ist nicht mehr, was sie einmal war, und unermüdlich halten einige Geschäfte, die "schon immer" dort waren, vielleicht noch ein kleines bisschen das Niveau hoch: Douglas für Schönheit und Wohlbefinden, Apollo und Fielmann für den Durchblick, Tchibo für ... (tausend Dinge). Der Bücherclub verramscht inzwischen auch. Bloß nicht mehr so viel hinsehen, überall bröckeln die Konsumfassaden, ab nach Hause!

Montag, 6. Juli 2009

Der Mond hat Schuld

Heute Vormittag einige Telefonate geführt mit merkwürdig unfrohen bis missverstehenden Menschen. Meine Vermutung "ja, ist denn schon wieder Vollmond?" traf fast ins Schwarze: Der Mondkalender bringt es an den Tag, morgen ist Vollmond! Immer wieder mache ich bei Vollmond (von kurz vorher bis kurz hinterher) diese Erfahrung, dass normalerweise freundliche bis sehr sympathische Telefonpartner plötzlich nicht wieder zu erkennen sind.

Jedenfalls hatte das erstmal meinen Tag "geschmissen" - ich fühlte mich nur noch ungerecht und unfair behandelt, ohne die Chance, mich wehren zu können. Mir wurden förmlich die Worte im Munde umgedreht, egal, was ich sagte.

(Dabei war der Tag sehr gut angefangen, trotz wenig Schlaf (zu warm) war ich frisch und munter, gut erholt vom Wochenende. Die Mischung, FR/SA aktiv und SO lernend in der Sonne zu verbringen, war offensichtlich genau die richtige.)

Sonntag, 5. Juli 2009

imparare l'italiano sulla terrazza

So lässt sich's aushalten...


"Rodungsarbeiten"

"Was zum Himmel", mag sich der unbedarfte Leser hier fragen, "kann in einem normal kleinen Terrassengarten so viel Arbeit machen?"

Tja..., hm...
Das Gärtchen bestand viele Jahre lang aus ein paar vom Vermieter gesetzten Büschen und Bodendeckern, dazu dem Flieder (Ableger aus Großmutters Garten), der Forsythie (Schwiegereltern wollten sie nicht mehr haben) und einem kleinen Rhododendron, den ich einst beim Discounter erwarb, einpflanzte und vergaß. Zu Zeiten, da meine Nachkömmlinge noch Zwergenformat hatten, gab es eine kleine Sandkiste, und daneben hatte ich dann Gras gesät, damit die Kiddies es zum Spielen schön hatten.



Die Kids sind längst aushäusig, die Sandkiste ist im Sandkistenhimmel, der Flieder hat sich auch diesen Platz einverleibt, und das Gras hatte sich heimlich, still und leise urwaldmäßig ausgebreitet. Ungefähr 25 Jahre lang. (Beim Betrachten dieses Fotos - Gruß an die junge Dame - fällt mir ein, dass zu unserer Terrassengeschichte noch zwei Tannenbäume und eine Birke gehören, aber das sind andere Geschichten.)

Bis es mich vor einem Jahr "packte". Eigentlich wollte ich nur das Gras kürzen, aus ganz egoistischen Gründen, denn meine Allergie stand gemeinsam mit dem Gras in schönster Blüte. (Manchmal nützen da auch die besten Medikamente nichts.) Und eh' ich's mich versah, war ich dabei, das Gras completamente zu entfernen, mich für allerlei Pflanzen zu begeistern und in Folge mich am stetigen Wechsel der Natur zu erfreuen.

Meine Begeisterung ist ungebrochen, Bewegung an frischer Luft ist fraglos gesund, und ich habe noch so viele kreative Ideen! Eine dieser Ideen bezieht sich auf das restliche Stückchen Grasland, wollte man eine Terrassen-Grundstücksgrenze ziehen, gehört es sicherlich zum Bereich des Nachbarn, eines betagten Herrn, dessen gärtnerische Aktivität sich auf ein paar Blümelein nahe seinen Terrassenplatten beschränkt. Zur Abgrenzung gibt es eine verwilderte Hecke, ursprünglich wohl das, was die Baugenossenschaft als Büsche gesetzt hat.



Gestern nun habe ich mich über das Grasland her gemacht und einen großen Teil davon in mühsamer Handarbeit "gerodet". Mit Musik im Ohr so lang der Akku reicht, danach einfach mit Stille ringsum (keine Nachbarn weit und breit zu hören), ist das eine sehr schön entspannende, gleichsam meditative Beschäftigung. Jedenfalls, bis meine Hände und Arme protestieren!



Auf dem frei gewordenen Platz habe ich ein paar Lavendelpflanzen gesetzt. Und: natürlich sieht das alles noch recht unordentlich und unfertig aus, muss immer mal wieder nachbearbeitet werden, weiteres Gras entfernt werden. Und die Pflänzchen müssen wachsen. Aber meine Erfahrung hat gezeigt, dass es gelingen wird.



Zum (vorläufigen) Abschluss habe ich an der wilden Nachbarshecke herum geschnippelt. Das kann nur ganz vorsichtig geschehen, damit ich keinen Kahlschlag produziere. Alles Grün ist in alle möglichen und unmöglichen Richtungen gewuchert, es finden sich Ausläufer (lange Triebe) an den unglaublichsten Stellen. Und vieles ist dornig: Weißdorn, Brombeersträucher, Rose... Also lieber immer nur ein bisschen entfernen und gucken, ob es schön dicht und buschig nachwächst.



Zuletzt habe ich mich um meinen Rosenstrauch gekümmert: Verblühtes entfernt, "tote" lange Triebe abgeschnitten usw. Der Busch muss auch langfristig etwas kompakter werden...



Ich schrieb ja gestern bereits etwas über die Beschaffenheit des Bodens hier, dazu erlebte ich gestern Abend noch "mein blaues Wunder": Ich musste aus meiner kleinen bunten Ecke zwei Pflanzen entfernen, da sie offenbar verstorben waren, und fragte mich schon nach dem Grund. Ersatz sollten drei von den kleinen Lavendelpflanzen sein, folglich grub ich ein bisschen in der "Erde" herum und stellte zu meiner Verwunderung fest, dass sie komplett sandig war! Verwunderung deshalb, weil ich ja ständig neue Pflanzen mit frischer Blumenerde einsetze, und an diesem Plätzchen habe ich mehr als zwei oder drei Mal schon "Reparaturarbeiten" ausführen müssen. Sand, alles Sand! Wo ist die Erde hin?



Und immer wieder stoße ich in normaler Pflanztiefe auf Steine, als würden sie stetig nach oben wandern. Die Krönung war jedoch gestern ein Stein, der fast kindskopfgroß war! So viel zur Abteilung "Bauschutt unter dem Terrassenboden".

Heute wird nicht gegärtnert, heute wird gelernt :)