Dienstag, 16. Juni 2009

erstmal hinsetzen

Ruft mich die Lady an und sagt, ich solle mich erstmal hinsetzen. [sitz]
Sie käme gerade aus dem Krankenhaus. [Stirn runzel]
Und sei so weit in Ordnung. [Ja, was denn nun?]
[Nachfrag mit: "Erzähl bitte die Geschichte von vorn"]

Sie sei in die City gefahren zwecks einer Besorgung.
Und stand gerade auf einer aufwärts fahrenden Rolltreppe im/am Hauptbahnhof.
Mit den Krücken.
Kam ein in Eile seiender Mann.
Drängelte hastig an ihr vorbei.
Sie kam ins Wanken.
Fiel um.
Rückwärts die Rolltreppe hinunter.

Waren zwei Frauen, drückten den Notstopp, liefen zur Polizei, alarmierten den Unfallwagen.
War ein mittelalter oder älterer Herr, blieb bei ihr, redete beruhigend auf sie ein.
Kam ein Unfallwagen mit Sanitätern, brachte sie ins Krankenhaus.

Untersuchung hier und dort, alles sehr gründlich.
Schläfe: Platzwunde.
Schulter: nichts, hierhin kam die Tetanus-Impfung.
Linker Ellenbogen: dicker Bluterguss.
Linker Daumen: gebrochen, "steht ab".
Mancher hat "von Haus aus" solchen Daumen. Sie nicht. (Ich nicht.)
Daumen geschient.
Linker Mittelfinger: blutet. Platzwunde. Getaped.

Mehr untersucht, geröntgt, hierhin und dorthin gebeugt.
Wirklich alles sehr gründlich, vier Stunden lang.
Alles andere ist in Ordnung.

Was wirklich wundert:
Stimmungslage durchaus positiv. [O-Ton: "Kann vorkommen, man erlebt so manches im Leben".]
Stimme dynamisch-kraftvoll.

Beruhigend: Es waren sofort nette und hilfsbereite Menschen zur Stelle.
Der "Mann in Eile" = der Rempler hat offenbar von seiner Unfallverursachung nichts mit bekommen.

Grund des Anrufes bei mir:
Ich soll mich am SA, wenn ich komme, nicht wundern!

Nachsatz:
Und morgen geht es wieder ins Fitness-Studio.
... ... ...