Donnerstag, 13. November 2008

am Sonnabend und am Montag gelernt

Ich hatte ja versprochen, vom Sonnabend-Unterricht einen kurzen Abriss zu bringen. Das fällt nicht leicht, denn fünf Stunden Unterricht sind schwer zusammen zu fassen...

Zu Beginn "das Übliche": Wiederholung der persönlichen Vorstellung. Ich bin aus..., wohne in..., arbeite in... Gerne ergänzt mit der Nationalität, dem Beruf oder den Frühstücksvorlieben. Ebenso die abgewandelte Form als Frage an einen der "Mitspieler". So weit, so gut.

Alsbald die ausführliche Erklärung der Aussprache-Besonderheiten bzgl. "g" und "c", veranschaulicht durch zahlreiche Beispiele. Nicht weiter kompliziert (wundere mich darüber, dachte, das sei total schwierig), aber übungsbedürftig. Dazu der Hinweis zur Aussprache der Doppelvokale - nämlich einzeln ("ieri" oder "europa").

Zur fröhlichen Auflockerung gab's ein paar Kleinigkeiten wie das Apostroph (Lei di dov'è?) und den centesimo/die centesimi und einige virtuelle Getränke (caffè, tè, vino, una birra, un'acqua).

Dann kam wieder bunte Theorie dran, nämlich die Besonderheiten des weiblichen Artikels (O-Ton des Lehrers: "Weiblich ist total einfach!") in Form von una/un' und la/l'... mit der Substantiv-Endung auf "a", aber - Achtung - auch einige auf "e"! Doch das "e" kennzeichnet oft männliche Substantive, obwohl die meisten auf "o" enden. Alles klar? Dazu gab's gratis die Artikelsammlung un/uno sowie il/l'/lo. Außerdem die Grammatikregel, wann was wie benutzt wird. Und das war nur der Singular. (Kann natürlich nachsehen, wie's mit dem Plural geht: gruselig!)

In der letzten Viertelstunde, ich war kaum noch aufnahmefähig, wurde uns dann auf die Schnelle noch ein Kostpröbchen in Form von voi und noi gegeben - bisher waren wir ja mit ich/du/er/sie/Sie ganz zufrieden gewesen...

Mir war es nun ganz unmöglich, mir das alles bis Montag in mein Gehirn zu schaufeln, aber die Sorge, wie ich dann klar kommen würde, war wieder mal ganz umsonst:

Am Montag ging es ruhig und sinnig mit unserem Buch weiter: Ganz auf das Thema des "Sprechens" bzw. der Aussprache "als solche" ausgerichtet. Gut so, denn ich hatte schon das Gefühl, es würde zu wenig darauf geachtet werden.

Allerlei Dialoge im Zug (Fahrkarte, umsteigen, wohin, besuchen, besichtigen etc.) und ein kleiner Text über einen Urlaubsort (wo er liegt: neben, zwischen, hinter, welche Richtung, Strand), die Ferien und die Anreise (Bahnhof, Flughafen, Hafen, Autobahn) wurden geübt. Wobei mich weniger die Aussprache quält als das Merken dieser haufenweise neuen Vokabeln.

Das "Bonbon" des Tages: andare - in einen Ort (a)/ein Land (in) gehen/fahren - oder + a + Infinitiv = etwas zu tun beabsichtigen.

Als Resultat dieser verwirrenden Konstrukte gab es gestern aus dem Buchhandel für mich eine Kurzgrammatik und ein Buch mit Verbtabellen. Die beiden sind klein und handlich, passen ohne Probleme in eine Handtasche und sind während der Bahnfahrten nicht so schwer zu managen wie das große Lehrbuch.

Übrigens: Für mich war's gar nicht so übel, hier diese Zusammenfassung zu schreiben, ich wusste wirklich schon nicht mehr, was wir eigentlich gemacht hatten.

Lieblingswort der Lehrkraft: "Struktur."
Offenbar.