Sonntag, 31. August 2008

fix und fertig

Nachdem ich gestern ja nicht so recht in Gang gekommen war, hatte ich heute um so mehr Energie für eine Menge hausfraulicher Räum-, Putz- und Waschtätigkeiten. Ich hatte mir da eine ganze Menge vorgenommen - man sollte meinen, die Queen käme zu Besuch, aber nix da, es war nur mal wieder der Kampf gegen einen der inneren Schweinehunde. (Wieviele kann man davon überhaupt haben?) Da ich mir die Gartenarbeit als Belohnung dafür versprochen hatte - es gab kein Entkommen, denn die neuen Blumen wollten ja gepflanzt werden! - und es mittlerweile schon ziemlich früh dunkel wird, musste ich also mal "einen Schlag reinhauen." Und bin zufrieden mit mir.

[In den Verschnaufpausen zwischendurch immer wieder im Netz gesucht nach der Lösung eines ganz bestimmten Problems mit zwei Programmen unter Vista. Habe einiges gefunden, aber noch nicht ausprobiert. Entsprechender Text kommt erst bei Erfolgsmeldung. Außer, ich bekomme es gar nicht hin - dann als Frage in den Orbit.]

Gegen 20 Uhr war ich dann auf der Terrasse fertig. Wollte keine Fotos mehr machen. Aber da hatte ich die Rechnung ohne Petrus gemacht. Er, der glücklicherweise dafür sorgte, dass an diesem Wochenende wirklich super Wetter war, beschenkte uns am Ende mit einem wunderfeinen Himmel:



Da konnte ich natürlich nicht widerstehen! Nun ja, die DigiCam sowieso in der Hand, da konnte ich ja doch gleich mal...? Bitte:



Drei neue Alpenveilchen an einen, wie ich hoffe, optimalen Platz gesetzt. Das andere - hier mal ohne Bild - umgepflanzt. Ich hatte das Gefühl, es war ihm zu sonnig (welche Sonne? *lach*), es ließ immer so traurig die Köpchen hängen. Alpenveilchen lieben es ja eher so mittelfeucht bis trocken (das hat Petrus in den letzten Wochen nicht bedacht!) und schattig.

Am "alten" Platz des Veilchens blüht ab heute eine Nelke:



Und die drei kleinen Stiefmütterchen sind auch zu sehen. Bin gespannt, ob das auch in unseren Breiten mit der "Winterbepflanzung" klappt. (Immerhin werden sie ja gerade wieder verkauft!)

Der blaue Rittersporn, der mir neulich so viel Freude gemacht hatte, war leider, leider, gestorben. Zu nass, abgefault, schade. An nicht ganz genau den selben Platz, aber ganz nahe dran, habe ich eine Salvia gesetzt. So weit der Aufdruck auf dem Topf. Wikipedia gibt Aufschluss: Es ist ein Salbei.



Damit nicht genug. Ich habe wieder ein kleines Stück "wilde Wiese" beackert und eine Fuchsie eingesetzt. (Hier tatsächlich mal kein Foto: zu dunkel, nicht gut zu sehen.) Ich mag Fuchsien, diese hatte ich aber vor allem gestern mitgenommen, weil sie mir so leid tat! Ein wenig kränklich sieht sie aus, als hätte der Gartenmarkt sie "zu gut" gepflegt. Schaun wir mal, ob sie sich erholt!

Ansonsten klopf ich mir mal auf die Schulter und nicke mir freundlich zu: Gut gemacht, viel geschafft heute...!

Kaum scheint wieder die Sonne

... denke ich ans Gärtnern!



Mein Blumenkauf: dieses Mal sind auch drei kleine Stiefmütterchen dabei! Vor Jahren hatte ich mich ja in London gewundert, dass im Oktober überall Stiefmütterchen gepflanzt wurden, man sprach direkt von der "Winterbepflanzung". Nun sind die Winter in England durchweg mild, aber Stiefmütterchen sind an sich winterhart, bin also gespannt, wie die drei blauen Pflanzen sich machen werden!



Hier warten sie nun alle darauf, dass ich wieder tätig werde!

Und weil nach meinem Spazier-Einkaufsweg die Sonne noch so lachte, habe ich mir einmal ganz genau den Rosenstrauch angeschaut, der (nicht von mir gepflanzt) schon seit vielen Jahren unermüdlich auf meiner Terrasse blüht, wächst und gedeiht:



Fast verblüht, aber trotzdem zauberhaft!






Samstag, 30. August 2008

Hamburg-Neugraben: Kleinfeld - Blumen und mehr

Mit meinem Aufräumvorhaben bin ich hier heute kein bisschen zu Rande gekommen: Endlich schien die Sonne wieder, so dass ich denn doch nicht zu halten war. Um das Gute mit dem Nützlichen zu verbinden, habe ich - nach langer Zeit mal wieder - einen Weg nach Neugraben gemacht zwecks Einladung von Pflanzenkindern auf meine Terrasse.



Und weil der Weg durch's Kleinfeld so hübsch war, überall grünt und blüht es (noch), musste die Kamera wieder dran glauben *smile*



Heute fällt es mir schwer, die Fotos thematisch zu sortieren (Galerie "Herbst" oder "zu Hause" bzw. "Hamburg", ist gar nicht so einfach, wenn alles gemixt ist) und beschließe gerade, es wie bisher chronologisch zu halten. Kommt also mal wieder alles in die zu-Hause-Sammlung, egal ob Blume, Haus oder Baustelle.



Es gab, so will mir scheinen, heute besonders viele wunderfeine Blumen, Büsche, Bäume zu sehen - vielleicht lag es auch mit am Licht?



Ein paar Häuser habe ich abgelichtet, die ich bisher sträflich vernachlässigt habe in meiner Sammlung, außerdem ein kleines Umspannwerk, ein Denkmal, eine Baustelle, Bagger - wenn man nur genau hinschaut, gibt es eben auch in der unmittelbaren Umgebung allerlei Sehenswertes!



Der ganze Spaziergang.

portable Programme

USB-Sticks mit portablen Programmen eingerichtet. Jetzt habe ich für alle wichtigen Fälle dabei: Firefox und Thunderbird incl. meiner privaten Einstellungen (Profile), einen kleinen Bildbetrachter mit ein paar Bearbeitungsfunktionen, einen Datenretter, falls meine DigiCam mucken sollte, einen Packer und ein kleines Startmenü.

Nach meiner Meinung bestes Blog zu diesem Thema ist und bleibt Caschys Blog, einfach den passenden Link anklicken, und es tun sich Welten auf. Nicht nur Verweise zu den diversen Downloadseiten, sondern allerbeste Beschreibungen (z.B. wie man Firefox portabel macht!) erfreuen den Leser bzw. die Leserin. Alles ist sehr einfach umsetzbar, großes Lob!

Herbstanfang?

Ich lass' denn mal heute hier den Herbst anfangen. Ist zwar noch August, aber die Natur ist dieses Jahr ja mit allem ein wenig der Zeit voraus. Vor dem Blumengeschäft in Harburg begrüßte mich schon vor Tagen so ein wenig der Herbst:



Und heute, es wird wirklich jedes Jahr früher (!) sah ich tatsächlich die ersten Lebkuchen und Spekulatius auf einem Aktionstisch bei R*W* - es schaudert mich noch bei dem Gedanken daran:



Wer's denn mag: Guten Appetit ;)

Für mich bleibt es noch ein paar Wochen lang Sommer, der Termin meiner Rom-Reise naht, und dort ist es noch warm und sonnig!

Freitag, 29. August 2008

Der Zahnarzt hat mich mal wieder

... mit den Worten "da ist ja das Problem" begrüßt. Warum immer ich? Aber er hat, wie jedes Mal, super Arbeit geleistet und mich nach eineinhalb Stunden bis zum nächsten Termin entlassen. Die Betäubung schwindet allmählich, und ich sollte mir jetzt etwas zu essen machen - und dann am besten ins Bett gehen. Nach solchen Behandlungen schwächel ich immer etwas. Morgen wird's bestimmt besser gehen.

Kurz vor der Behandlung traf ich auf die Zahnarztgattin, die ehemalige Kieferorthopädin meiner Kiddies. Sie fragte sehr interessiert nach meinen Kindern und erinnerte sich sehr gut an alle drei. Und lässt Grüße ausrichten. Sie verkündete stolz, sie sei jetzt Oma. Kinnings, die Zahnärztin Gesa hat einen sechs Wochen alten Jungen!*Glückwunsch!*

Donnerstag, 28. August 2008

Heute wieder AVG Update Problem

Und deshalb kommen wieder so viele Besucher auf diese Seite. Noch einmal in Kürze die Lösung: Man gehe auf die AVG-Download-Seite, speichere die beiden unteren Dateien der Liste in ein beliebiges Verzeichnis, gehe im Programm auf Tools - Update from Directory - wähle das Verzeichnis aus, und alles ist gut.
(Bei mir erscheint übrigens heute kein .bin file missing-Fehler, sondern einfach nur "update failed.")

Mittwoch, 27. August 2008

Hamburg, Rotherbaum: dreizehn Türen...

... na gut, ich glaub nicht, dass es dreizehn geworden sind. Da ich aber gerade vom Italienischen Konsulat gekommen war, drängte sich mir dieser Titel von Milva eben förmlich auf.

Das Wetter war trübe, immer kurz vorm Regen, DigiCam dabei, aber keine Lust auf Bilder von schönen Vorgärten. Aber die Häuser - ich hatte neulich ja schon reichlich Bilder davon gemacht - haben zum Teil wirklich schöne Türen, Eingangsbereiche oder interessante Durchgänge.








So habe ich mich denn mal thematisch darauf "geworfen". Ein Foto vom Konsulat musste noch sein, schließlich wehte heute die Flagge im Wind. Und ein Baustellenfoto von der unbenutzbaren Kreuzung.






Alle angucken? Hier.

Dokumente - Step seven: Italienisches Konsulat

Follow-up zum Bericht von meinem letzten Konsulatsbesuch.

Die "Wertigkeitserklärung" braucht Töchterchen noch. Ich nehme an, das ist ein direkt übersetzter Begriff und meint eine Erklärung über die Gleichwertigkeit des Abiturzeugnisses mit dem entsprechenden italienischen Abschluss.

Nachdem ich heute Vormittag mit der aus dem Urlaub zurück gekehrten Sachbearbeiterin der Schulabteilung des Konsulats telefoniert und mein Kommen angekündigt hatte, gab es kein einziges Problem: Mein Kollege setzte mich nach Feierabend in der Feldbrunnenstraße ab (besser: bei, denn die passende Kreuzung war eine unpassierbare Baustelle), ich erklärte dem Herrn an der Anmeldung (dem von damals), ich würde zur Schulabteilung wollen und hätte heute bereits telefoniert, worauf hin er mich telefonisch ankündigte, aus seinem Kabuff hervor kam, mir freundlichst den Weg wies (zwei große Stockwerke erklimmen, links herum, noch eine Stiege höher, die Abteilung ist unter dem Dach) und ich losklettern durfte...

Damit bekam ich denn auch mal mehr von dem Gebäudeinneren zu sehen als nur den hässlichen Eingangsbereich und die Minibüros im Erdgeschoss: Auf allen Treppen (groß, breit) rote Läufer (bin jetzt also wirklich mal über einen roten Teppich geschritten, na ja, geklettert...), hohe Räume mit Stuckdecken, alles weiß gestrichen. Bilder an den Wänden. Überall in den Fluren Türen zu Büroräumen, manche standen offen. Der Blick in die Büros ergab ein leidlich modernes Ambiente und viel Licht. Letzte Treppe rauf, wie oben geschrieben, eine Stiege. Fast jedenfalls. Und dann stehe ich direkt im Büroeingang.

Die ganze Etage ein einziges großes Büro mit einem einzigen großen Schreibtisch, daran eine junge dunkelgelockte Frau mit freundlichem Lächeln! Dokumente vorgezeigt incl. Marens Antrag, Vollmacht für mich, Kopie ihres Personalausweises. Ja, wird erledigt, kann ich Montag abholen.

Aber ich wollte es ihr morgen schon schicken! Hm... kann ich dann Freitag abholen. Danke, ich kann aber nur abends zu dieser Uhrzeit. (Lange geöffnet ist nur am Mittwoch.) Ja, ich möge doch bitte die Adresse der Tochter notieren, man würde ihr direkt alles zuschicken. Das kostet zwei Euro für Porto. Kein Problem. Freu mich, danke, fertig, Abgang.

Alles in allem vielleicht eine Angelegenheit von fünf Minuten!

auf - zu - auf - zu

Heute morgen in der S-Bahn, Bahnhof Harburg. "Zurückbleiben bitte", piep-piep-piep, die Türen schließen sich. Öffnen sich wieder. "Zurückbleiben...", piep..., Türen zu. Öffnen sich wieder. ... Beim dritten Mal werde ich dann aufmkerksam. Keine Weiterfahrt? Schönes Spielchen.

Dann die Durchsage das Fahrzeugführers: Die Weiterfahrt würde sich einige Minuten verspäten, da viele Fahrgäste noch nach der Abfertigung einsteigen würden.

Das Spielchen wiederholt sich...

Als es endlich weiter geht, verkündet der Fahrzeugführer, es sei keine Freundlichkeit seinerseits, die Türen immer wieder frei zu geben, sondern eine Sicherheitsmaßnahme. Leider seien immer wieder Leute nach der Abfertigung eingestiegen. Wer unbedingt diese Bahn haben müsse, solle doch bitte einfach früher kommen. Die Bahnen würden morgens im 5-Minuten-Takt fahren.

Sehr lustig das Ganze: Wegen fünf, sechs Leutchen, die in letzter Minute die S-Bahn erwischen wollten, mussten ein paar hundert Menschen eine reichliche Menge Geduld aufbringen und evtl. ihre Anschlüsse verpassen? Oder anders herum: Was bringt den Späteinsteigern eine Ersparnis von etwa drei Minuten (zwei Minuten zu spät bei 5-Minuten-Takt)?

Ich vermute, dass es sich meist um junge Leute gehandelt haben wird, die einzig von sportlichem Ehrgeiz getrieben waren, die beinahe abfahrende Bahn noch zu erwischen. Der Rest ist wohl Gedankenlosigkeit?

Dienstag, 26. August 2008

Indian Summer - schon?

Die hier hat uns heute bei der Arbeit zugesehen:



Und diesen Blumenstrauß habe ich heute anlässlich meines kürzlichen Firmenjubiläums bekommen, spätsommerlich-herbstliche Farben:



Ansonsten nichts zu berichten - bin im Aufräumwahn, mal wieder.

Montag, 25. August 2008

Ein Tag im meinem Leben im Jahre 2020


19. Juli 2020:
Heute morgen um 4.00 Uhr weckte mich, wie immer, mein Wecker. Ich bin gleich aufgestanden, um mich anzuziehen; duschen kann jeder nur noch einmal in der Woche. Wasser ist ein zu wertvoller Rohstoff geworden, als daß man ihn einfach so verschwenden sollte.

Ich habe ein Haus mit Erdgeschoß und der ersten Etage. Es steht in Polen neben dem Haus meiner besten Freundin. Wir sind gemeinsam umgezogen, weil es dort schon den größeren Schutz gegen das Ozonloch gibt. Vor dem Haus sind Röhren, die zu den Straßen führen, die Straßen sind überdacht; Natur, wie in meiner Kindheit, gibt es nicht mehr, alles ist mit Häusern vollgebaut. Die ganze Stadt ist in einer Art Schutzhülle. Keiner kennt mehr den Regen oder das Badengehen.

Ich habe zwei Kinder; Tina ist 9 Jahre alt, also 2011 geboren, und mein Adoptivsohn Tom ist erst 5 Jahre alt. Mein Mann arbeitet Tag und Nacht an einer Geheimforschung, niemand weiß genau, um was es dort geht. Er ist fast nie zuhause.

Um 4.30 Uhr mußte ich an meinem Arbeitsplatz sein. Ich arbeite in einem Chemielabor und forsche an einem Mittel gegen Hautgeschwüre, die durch das Ozonloch hervorgerufen wurden. Mein Kinderwunsch war es zwar immer, Bankkauffrau zu werden, aber es gab Wichtigeres als Leute zu bedienen, man mußte ihnen helfen.

Immer, bevor ich nach Hause gehe, muß ich mir an einem Computer meinen Arbeitszeitbeginn für den nächsten Tag abholen, manchmal ist dieser erst um 6.00 Uhr. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie ich zur Arbeit kommen kann; heute morgen fuhr ich zu Fuß. Die Wege bestehen seit sieben Jahren aus fahrenden Bändern, weil Autos abgeschafft worden sind.

Heute gab es nicht sehr viel zu tun, ich mußte die von mir gestern noch angefertigten Chemikalien in Daten in den Computer eingeben; mit Tieren zu forschen ist seitdem ich 18 war verboten. Kurz vor Arbeitsschluß drückte ich auf den roten Knopf; ich nenne ihn so, weil er eben dunkelrot ist und auf so einer Art Fernbedienung sitzt; wenn ich ihn drücke, wird meine elektronische Haushaltshilfe in Gang gesetzt und sie schickt meine Kinder zur Schule.

Ich hab' sie erst neulich dort angemeldet; die Schule ist ganz neu, sie geht über den ganzen Tag; abends werden die Kinder wieder abgeholt. Es gibt dort Freizeitbeschäftigungen und Sportangebote. Seitdem die Schule keine Pflicht mehr ist, sind die meisten Kinder sehr einsam. Im Unterricht wird mit Computern gearbeitet, und trotzdem haben die Kinder Kontakt zueinander. Tina und Tom haben die polnische Sprache schon fast perfekt gelernt; ich fahre immer noch zum Abendkurs.

Als ich um 12.30 Uhr wieder zuhause war, gab es erst einmal etwas zu Esen in Gesellschaft meiner Haushaltshilfe. Danach fuhr ich mit meinem Wandfahrstuhl in den ersten Stock, um mich etwas auszuruhen. Ein Wandfahrstuhl ist ein modern gestalteter Stuhl, fast schon ein Sessel, der in einer Schiene in der Wand verankert ist und auf Knopfdruck startet. Ich legte mich bis abends in meinen Bettraum, ein Raum, der nur ein Bett enthält, das das ganze Zimmer ausfüllt, und telefonierte, sah fern oder entspannte einfach nur, bis abends dann Tom und Tina kamen und sich gleich ins Bett legten. Ich fuhr zum Abendkurs und kam gegen 1.00 Uhr wieder.

Freizeit mit mir und meinen Kindern und ganz selten mit meinem Mann gibt es nur am Wochenende.

23.02.96

By Nina, die sich freut, dass ich diesen Text über die Jahre gerettet habe, und mit ihrer Erlaubnis.

Sonntag, 24. August 2008

Mehr als zehn Jahre

... durchsucht. Auf Datenträgern, meine ich. Und so manches "Schätzchen" wieder gefunden, insbesondere auch reichlich Fotos, ich habe tatsächlich immer gescannt, was das Zeug hielt. Ich freu mich gerade sehr über diese Funde. Aber jetzt ist Schluss für heute. Mitternacht. Ich schalte mal den Strom ab jetzt ;)

Eine Zukunftsreportage

...aus dem ARD-Special "Der gläserne Mensch" - Leseempfehlung zum Thema Überwachung und Datenklau, das im Moment sehr aktuell ist, vielleicht immer aktuell bleiben wird. Dieser Text liest sich unterhaltsam und regt trotzdem zum Nachdenken an.

Eine Zukunftsreportage:
"Die gläserne Zukunft
Ein Tag im Jahr 2020

Schon die Gegenwart macht es den Datenschützern nicht leicht. Neue technische Entwicklungen erhöhen die Sicherheit durch Überwachung oder machen das Leben bequemer. Aber sie schaffen auch Probleme. Und die werden in Zukunft eher größer. Ein Blick ins Jahr 2020. ..."
(Link entfernt, ARD und ZDF stellen ihre Sachen nur noch befristet im Netz zur Verfügung.)
+++
Nebenbeigedanken:
Vor gefühlten hundert Jahren hat meine Tochter mal einen Schulaufsatz geschrieben "Ein Tag in meinem Leben im Jahr 2020", damals waren wir noch Lichtjahre entfernt von Minichips (obwohl Computer schon eine Rolle spielten). Ich erinnere mich an ein geballtes Maß an Technik (gleitende Bürgersteige, besondere Fahrzeuge) und Umweltprobleme (ganze Landstriche überdacht), eines der bereits in den 90ern zentralen Probleme.

Update: Ich habe den Text gerade gefunden. Korrektur: 1996 war's. Ich muss mal die Tochter fragen, ob ich ihn hier veröffentlichen darf.

Samstag, 23. August 2008

Bürgernetz

Durch einen Referrer das hier gefunden:



Das finde ich nun erstmal lustig, vor allem, weil ich den Text nicht besonders "seriös" verfasst habe. Werde mal eben gucken, wer oder was sich hinter dem Bürgernetz verbirgt...

Zitat: "Auf bürgernetz.org probieren Hamburger Bürgerinnen und Bürger aus, wie das Internet für den Austausch und die Verbreitung von Informationen und Meinungen genutzt werden kann, die für die Menschen in dieser Stadt bedeutsam sein können. Sozial engagiert, politisch interessiert, jedoch parteipolitisch neutral, wird an verschiedenen Stellen in und an bürgernetz.org angeknüpft, weitergesponnen, getestet und ggf. wieder verworfen. Momentan ist alles noch ein Experimentierfeld, aber wir hoffen, nach einiger Zeit, ein zugleich ansehnliches, zweckmäßiges, stabiles und weiter ausbaufähiges kleines Bürgernetz auf den Weg gebracht zu haben, das vielfältig nutzbar ist."

Im Impressum: Privatnamen, keine Organisation.

Ich werde mal verfolgen, wie sich das Ganze dort weiter entwickelt.

grüne Männchen und grüne Minnas

Vorhin auf dem Weg zum Einkaufen... auf der Straße Stau, mittendrin Motorradpolizei. An der Bushaltestelle Polizeibusse weiß-blau, auch noch weiß-grün, dazu reichlich rein-grüne "Minnas", ich vermute Bundesgrenzschutz? Bei der Bahnhofsunterführung tummeln sich ebenfalls reichlich grüne Männchen in voller Montur incl. Helm und allerlei abenteuerlichem Behang am Kampfanzug. Neben der Unterführung ist nämlich ein öffentliches WC - auch Bundesgrenz-grün-Männchen sind Menschen. Und alle streben wieder der Bushaltestelle zu.



Ich sollte mich daran gewöhnt haben, "Dokumentation" als mein neueres Fotohobby zu betrachten, aber nein - die DigiCam liegt wieder auf dem Küchentisch, wollte ja nur schnell mal zu ReWe... Musste also das Handy wieder dran glauben, das einen eingebauten Weitwinkel hat, den ich hierfür nicht wirklich brauche. Ein optischer Zoom wäre mir schon lieber gewesen, denn zu sehr wollte ich den grünen Männchen nicht auf die Pelle rücken, vielleicht hätten sie's nicht gern gehabt...



Während ich nun also die Handy-Fotos durch die Bildbearbeitung jage, habe ich auch herausgefunden, was da am beschaulichen (hier bitte lächeln) Neuwiedenthaler Bahnhof los war:

Linke Aktivisten demonstrieren gegen Kraftwerk:
"23.08.2008
Mehrere hundert Klimaschutz-Aktivisten haben am Samstag in Hamburg gegen den Bau des umstrittenen Kohlekraftwerks Moorburg demonstriert. Im Stadtteil Neuwiedenthal versammelten sich nach Angaben des Aktionsbündnisses ''Gegenstrom08'' etwa 700 Aktivisten, ..." (vom Fernsehsender Hamburg 1)

Remington kocht

Any la(te)st words: Höllen-Chili: "Höllen-Chili
Ich wollte schon immer mal eine Geschichte übers kochen schreiben. Ich meine damit die Herstellung einer Mahlzeit, nicht irgendwelche hupflige Herdzelebraseln oder langatmige Vorträge über Herkunft und Behandlung möglichst exotischer Zutaten."

Unbedingt den ganzen Artikel lesen!

Remington hat eine göttliche Schreibe, und die Verlinkung hier unter "Daily" ist mehr als fällig - nämlich überfällig.

Freitag, 22. August 2008

Experimente

Nachdem ich mir in den letzten Tagen das Handbuch für's Backup-Programm durchgelesen habe, nun also aktive Datensicherungsmaßnahmen ergriffen. Danach OpenOffice-Experimente gemacht, jedenfalls öffnet es mir meinen Bestand an MS-Office Dateien. Ein bisschen hier und dort herumgeklickt, Menüs angeguckt, vieles ist woanders untergebracht als beim altgewohnten MSO 97/2000. Aber für den Moment besser als gar kein Office. Noch ein wenig mit Evernote herumgespielt, und nun ist es genug für heute. (Licht aus, Tür zu, ins Bett.)

Notizbuch

Welches Notizbuch ist besser: Evernote oder das von google? An Evernote finde ich im Moment interessant, dass eine Desktop-Komponente dazu installiert werden kann. Das Notizbuch von g* benutze ich schon länger als Gedankenstütze bei längeren WWW-Touren oder für blogwürdige Einfälle zwischendurch. Im Grunde dient beides als Testlauf - bin ziemlich auf das OneNote-Modul von MSO aus. Hat jemand Erfahrung damit?

Mittwoch, 20. August 2008

wieder freuen

Damit ich nun aufhöre zu grollen, habe ich doch noch mal einen fotografischen Rundgang aus luftiger Höhe gemacht. Will heißen, das Kameraobjektiv hat sozusagen einen Rundgang gemacht, nicht ich - kann ja nicht fliegen!



(Für diejenigen Leser, die sich immer noch unzählige Gartenfotos "antun" mögen, geht's hier los.)


Aushang

... im Treppenhaus:



Es scheint sich keiner angesprochen zu fühlen, heute Abend hing alles noch unverändert an der Pinwand.

(Aber die Dinge, die mir der Wind von oben auf die Terrasse weht, die ich häufig im Treppenhaus deponiere, werden regelmäßig mit genommen. Aber glaubt ja nicht, dass sich mal irgend jemand bedanken würde!)

Dienstag, 19. August 2008

Ich bin sauer

Ich habe gerade in den letzten zwei Stunden meine Terrasse in Ordnung gebracht - wahrscheinlich hat Petrus nun doch meine Bitten erhört und deshalb das Wetter gut sein lassen. Nun könnte alles so schön sein, wenn in mir nicht gerade die kalte Wut hochkommen würde:

Einer meiner über mir wohnenden Nachbarn scheint meine Terrasse zu seinem dauerhaften Aschenbecher auserkoren zu haben: Unzählige Zigarettenkippen zierten meine Botanik - ich hatte es nur wegen des weniger guten Wetters in der letzten Zeit noch nicht bemerkt. Ich könnt koxxxx!

Bin noch am überlegen, welchen Text ich morgen früh im Treppenhaus an die Pinnwand hänge, zusammen mit einem Plastikbeutel voller aufgesammelter Kippen. Würg.

Deshalb jetzt keine Beschreibung meiner Botanik (erleichtert? war schon viel in der letzten Zeit!) und keine Fotos.

Montag, 18. August 2008

Webseiten basteln???

Der Nachfolger von Frontpage ist "Microsoft Visual Web Developer" - hui, alles ganz anders! Ob ich mich da je heran trauen werde? Als Test mal eines meiner Webprojekte importiert, das zumindest hat funktioniert. Aber ich sehe schon, ohne lernen, lernen, lernen wird das nichts. Zu Hülfe, ich will mein altes Word 6.0 wieder haben, mit dem ich meine allerersten Seiten geschrieben hatte... (War nicht ganz ernst gemeint!) Ich kann ja auch ein nicht-MS-Programm nehmen, aber schließlich hatte ich mir mit der Anschaffung von Vista ja gleichzeitig das Wörtchen "lernen" auf die Fahnen geschrieben. Das habe ich jetzt davon!

P.S. Web Developer Express Version ist freie MS-Software und Teil von Office 12.
P.P.S. Vier Wochen Zeit für ein paar italienische Sätze oder hiermit anfangen?

Sonntag, 17. August 2008

Oli was here

Oli war (endlich) heute hier! Dank prima Sommersonnenwetters war's eine Radtour für ihn. Allerdings eine mit Hindernissen: Um die Elbe zu passieren führt ihn sein Weg ja immer durch den alten Elbtunnel und dann über die Kattwykbrücke - tja, von dort rief er mich dann an und fragte, welchen anderen Weg er wohl nehmen könne. Die Kattwykbrücke war durch Bauarbeiten blockiert und nicht geschlossen, damit nicht zu überqueren. Also flugs mal google maps befragt und mein "Kind" umgeleitet, was dann lt. seiner Aussage zu einem 8 Kilometer längeren Weg führte. Mittagessen gab es demzufolge am Nachmittag (Nachtisch: Zitronensorbet mit Brombeeren!) und ging nahtlos über ins Vernichten von Kuchen.

Wir haben einige Zeit dann mit der Diskussion über Windows XP/Vista zugebracht, wobei Olivers Standpunkt mir sowieso vorher bereits klar war: Als echter Computerfrickler besteht er natürlich darauf, dass XP das "einzig wahre" BS ist und ist felsenfest davon überzeugt, dass Vista unbemerkt und unentwegt "nach draußen telefoniert". Was ich ihm so und in dieser Form nicht abnehme. Es folgte ein längerer Vortrag über "offene Ports" von ihm.

Wie dem auch sei, ich bin mit meiner Entscheidung "pro Vista" jetzt nach einer halben Woche Betrieb sehr glücklich...

Bevor er sich auf den Heimweg vorbereitete mittels "Fütterung seines kleinen Navis" mit den google maps-Koordinaten, meinte ich etwas frech: "Ich bin deine Mutter, und du tust alles, was ich dir sage. Bitte guck meinen Garten an und lass dich fotografieren." Lustigerweise tat er dann genau das. (Die Bilder sind jetzt allerdings nicht öffentlich zugänglich, das wäre ihm gewiss nicht recht.) Trockener Kommentar zu meinem Terrassengarten: "Ja, wer Zeit hat..." Typisch. So kennen wir ihn.

Jetzt wird es allmählich dunkel (früh, man merkt, dass der Sommer dem Ende entgegen geht), und ich hoffe, er hat es radelnd gut nach Hause geschafft!

Bestandsaufnahme im Terrassengarten

Nach Waldspaziergang und Hefeteig-Abenteuer habe ich gestern Abend auch noch meinen Terrassengarten einer Inspektion unterzogen:



Stand der Dinge: Nach all' diesen Unwettertagen nicht allzu schlecht. Manches ist verblüht (Lavendel, Fingerhut, Rittersporne) und kann zurück geschnitten werden, einiges hat leider sämtliche Blüten eingebüßt und kümmert so vor sich hin (Campanula, eine war gerade ganz neu!). So einiges an Gras und Löwenzahn sowie nicht näher identifizierbare Sprösslinge müssen entfernt werden. Drückt mir also die Daumen für trockenes Wetter an den nächsten Feierabenden!

neuer Waldweg

Während der Kuchenteig zum "Gehen" sich selbst überlassen war, wollte ich "mal eben" noch frische Brombeeren pflücken gehen. Sehr reichlich war die Ernte nicht, viele Beeren waren bereits "fremdgepflückt", etwa die halbe Menge von letzter Woche habe ich mit nach Hause gebracht.



Allerdings war ich sehr versucht, einen anderen Weg auszukundschaften - ich hatte ja Zeit... Machte mich also auf. Und kam in den Genuss eines wundervollen spätnachmittaglichen bzw. frühabendlichen Spazierganges.



Nach Tagen mit reichlich Regen, Gräue und Wind war gestern wirklich traumhaftes Wetter: blauer Himmel und Sonnenschein, dazu angenehm warm. Und es gab viel für mich zu entdecken!



Alle Fotos: hier starten.

Hefeteig macht sich selbständig

Ich hatte ja kürzlich beschlossen, das Backen von Hefeteig nicht mehr als Stress-Aktion zu begreifen, sondern andere Dinge zu tun und immer nur mal so zwischendurch den Teig zu bearbeiten. Warum also nicht auch aushäusig sein, während die Hefe arbeitet? Ich hatte die Schüssel in den molligen Ofen gestellt, während ich meinen Spazierweg machte. Als ich zurück kam, war offenbar auch der Teig ein wenig unterwegs gewesen, und ich erlebte eine Überraschung:



Spontan fiel mir da das Märchen vom süßen Brei ein. Na, ganz so schlimm war es dann doch nicht! Am Ende wurden es der Welt beste Mohn-Hefeschnecken:


Samstag, 16. August 2008

AVG-Update: Fehler

Wer das Programm AVG Anti-Virus Free 8.0 laufen hat, bekommt heute folgende Fehlermeldung beim Update: A .bin file is missing.

Hilfe habe ich hier gefunden: AVG Free Forum

Bericht und Fotos

... von heute gibt es nun doch erst morgen - auch wenn ich vorhin am Telefon etwas für "gleich" angekündigt hatte.

Ich habe eben erstmal die neuen Fotos gesichtet und angepasst, hochladen und Blog-Eintrag müssen nun warten bis ich ausgeschlafen bin. Einstweilen also nur "gute Nacht!"

Freitag, 15. August 2008

Bahnhöfe und die Mönckebergstraße

Gestern war ich an einer "namenlosen" U-Bahn-Haltestelle:



Heute hatte ich einen Termin in der City, war viel zu früh angekommen und hatte Zeit, ein bisschen zu bummeln.

Blick über den Hamburger Hauptbahnhof:



Nachdem ich eine Runde durch die K...-Galleria gedreht hatte - man versucht, sich einen exklusiven Anstrich zu geben, was sich hauptsächlich durch exquisite Preise (Kleidung) oder dadurch zeigt, dass z.B. Schuhe überhaupt keine Auszeichnung haben - zog ich es doch lieber vor, als - zwar unadäquaten, aber immerhin - Ersatz für meine DigiCam das Handy zu zücken. Klar werden die Fotos nicht halb so gut, aber einen kleinen Eindruck bekommt man trotzdem:



So gibt es jetzt eine Miniserie: Hauptbahnhof, dann von der Mönckebergstraße über den Ida-Ehre-Platz zum Speersort und zurück.

Donnerstag, 14. August 2008

Computerzeit

Nicht viel zu berichten. Ich war natürlich nach viel zu wenig Schlaf ziemlich müde. Kaum vorm neuen PC, war aber nichts mehr davon zu bemerken :)
Diesen Abend habe ich also mit weiteren Feineinstellungen (Chipsatztreiber, capi und Drucker installiert, dafür brauchte ich neuere Versionen aus dem Netz) und diversen Set-ups verbracht. Manches war ein bisschen knifflig (capi!), funktionierte aber dann doch.
Und ich freunde mich so Schritt für Schritt mit Vista an, übertrage nebenbei allerlei Daten (Fotos!) auf diesen PC, läuft alles "rund".
Nur ein Office-Paket ist noch nicht drauf, bin da noch etwas unschlüssig.
Und damit es heute nicht wieder zu spät ins Bett geht, mache ich jetzt hier die Lampe aus. Und die Tür zu.

Erster Post vom neuen PC

Erfolgsmeldung: Läuft!
Das Beste: Nach frischer Installation von Thunderbird dauerte es ungefähr 1 Minute, dann waren sämtliche Einstellungen und Daten incl. Mails übernommen.
Netzwerkverbindung eingerichtet in einer Minute, Virenscanner installiert in 3 Minuten, Firefox auch höchstens 1 Minute - ein Traum.
Alles Andere morgen/übermorgen.

Mittwoch, 13. August 2008

Mein neuer PC

... ist hier *jubelfreu*. Seit fast zehn Jahren der erste Neukauf. Ich werde also gleich ganz genüsslich anfangen, mich damit zu befassen.

Hamburg-Barmbek

Da hat mir jemand mit seiner Fotogalerie eine Reise in meine Kinderzeit beschert, danke!

Dienstag, 12. August 2008

schon wieder Weltuntergang

Jetzt hat es wirklich genug geregnet - ich mag nicht mehr.



Aufgenommen gerade eben.

Montag, 11. August 2008

Phalaenopsis

Normalerweise einfach "Orchidee" genannt:



Heute, am ersten Arbeitstag nach meiner Urlaubswoche vom Büroteam zum 10-Jährigen bekommen.

Exif-Daten von Digitalfotos ändern

In meiner DigiCam war ein falsches Datum eingestellt und die Bilder folglich verkehrt markiert. Eine Suche gestern brachte dies zu Tage: Photo ME. Ein geniales Werkzeug um kurz und schmerzlos Korrekturen vorzunehmen.

Samstag, 9. August 2008

Brombeeren

Brombeeren aus der Fischbeker Heide hat nicht jeder.

Auf meinem alltäglichen Einkaufsweg wachsen Brombeersträucher. Nicht viele, aber genug, um einige Früchte zu tragen, die mich verlockten, alle zwei, drei Tage eine kleine Handvoll zu ernten. Da liegt es nahe, dass ich mich an die riesigen Sträucher erinnerte, die ich auf meinem Spazierweg im Wald kürzlich gesehen hatte:



Heute war das Wetter fein, kein Vergleich zum Weltuntergang, der hier gestern stattfand!



Meine Idee war also, mir zwei Plastikdosen einzupacken und eine "Erntetour" zu machen. Vor den Aufbruch hatte mir das Schicksal noch einen Telefonanruf gesetzt - war meine Freundin, lange nichts gehört, haben uns dann auf den neuesten Stand gebracht, war sehr nett. Glücklicherweise immer noch tolles Wetter (kaum zu glauben nach dem Unwetter vorgestern/gestern!), und es war schon relativ spät, als ich aufbrach.


(Bei diesem Bild ist auch Start der Fotostrecke)

Unterwegs - es passiert sonst so gut wie nie, dass ich mehrfach pro Saison exakt gleiche Wege gehe und alles, was da wächst, grünt und blüht, praktisch schon mit dem Vornamen ansprechen kann - habe ich dann auch allerlei jahreszeitlich bedingte Veränderungen wahrgenommen: Der Sommer geht ganz offenbar mit Siebenmeilenstiefeln auf sein Ende zu. Aus den schönen Heckenrosen sind dicke, rote Hagebutten geworden, und die großen Farne beginnen zu welken.



Die Brombeerhecke war schnell wieder gefunden - im ersten Moment war ich enttäuscht: Ganz klar wissen auch andere von den reifenden Leckerlis, da war bereits reichlich geerntet worden! Aber mein geschärfter Blick zeigte mir dann, dass auch für mich noch einiges vorhanden war. Und für nachfolgende Sammler (nicht Jäger) in den nächsten Tagen ebenfalls: Es waren und sind Beeren jeglichen Reifegrades vorhanden, von der Blüte bis zur prallen Frucht.



Die erste Dose ausgepackt und angefangen, hm... gar nicht so einfach in diesem Stachelgestrüpp! Die ganze große Hecke habe ich pflückend umrundet, unter Einsatz meines Lebens bin ich den Zweigen ausgewichen, habe mich durch wahre Brennnesselfelder gewagt und durch Baumschößlinge hindurchgekämpft. Die Dose war halb voll und die restlichen Beeren in luftiger Höhe für mich nicht erreichbar.



Ich hatte die glorreiche Idee, dass möglicherweise im weiteren Umkreis mehr Brombeerhecken wachsen könnten, bin also ein bisschen querfeldein durch und über die Wiese spaziert - und bin dann im Brombeerschlaraffenland angekommen! Ein riesiges Gebüsch, auch schon ein wenig "beerntet", hier war aber schon eine Menge inzwischen wieder nachgereift.



Also neuerliches Beugen, Recken, Strecken nach den süßen Beeren, meine Hand (nur eine, die andere hielt ja das Gefäß) vom Beerensaft verfärbt, kämpfte ich mit den Dornen. Ja, die Ranken sind ganz bestimmt lebendige Wesen, denn kaum stand ich ein paar Minuten an einem Fleck, hatte sich mindestens eine Ranke fest an meiner Kleidung verhakt. Und es ist keine Kleinigkeit, sich davon zu befreien, wenn eh nur eine Hand frei ist...

Bei der Ernte habe ich auch allerlei Getier aufgescheucht: Wespen scheinen die Brombeerblüten zu lieben, Spinnen fühlen sich in den Hecken wohl, manch anderes nicht näher identifizierte Kleininsekt krabbelte und hüpfte da herum. Außerdem scheint die Hecke eine Wohnstatt von Vögeln zu sein, die sich aber kaum von mir stören ließen.

Schließlich war alles abgepflückt, das in meiner Reichweite war - wenn jemand drei Meter groß ist, bitte: in luftiger Höhe sind die Brombeersträucher noch immer dick voller reifer Beeren.

Da Brombeeren offensichtlich in friedlicher Koexistenz mit großen Brennnesseln leben, war ich am Ende ein wenig lädiert: Hand und Arm zerkratzt, zerstochen, mit juckenden Quaddeln. Aber mit reichlich vitaminhaltiger Beute!

Nach einer kleinen Pause zwischen blühendem Heidekraut ging es dann zurück nach Hause, inzwischen war es ja schon halb acht. Und auf dem Rückweg habe ich noch eine weitere große Brombeerhecke gesehen, ebenfalls reich behängt, vielleicht ... Eines Feierabends in der nächsten Woche...?



Als Abendmahlzeit (für mein Gefühl war es ja noch Nachmittag) gab es dann nicht nur eine frisch gebackene Mohnschnecke zum Kaffee, sondern auch eine Portion frischer Brombeeren mit Vanillejoghurt. Und eine reichliche Menge Beeren habe ich jetzt für die nächsten Tage. Echte Vitamine aus meinem Wald!