Dienstag, 29. Januar 2008

Schuhe

Heute ein Schuh-Erlebnis besonderer Art gehabt: Ich wechsele ja im Büro morgens und feierabends meine Schuhe, so dass ich tagsüber meine schönen Pumps anhabe (für draußen reichen meine bewährten M+S-Schuhe)... Komisches Gefühl gehabt, an mir runter auf den rechten Fuß geguckt - nanu, steht die Sohle an der Seite so ein klein wenig über... unter die Sohle geguckt: Ist dort ein großes Loch!!! Guckt schon die Innensohle durch. Ich glaub's ja nicht (wie peinlich, hoffentlich hat's keiner gesehen!)... Die Schuhe waren im November ein Jahr alt und sind nicht öfter als vielleicht 15 mal draußen getragen worden (und im Sommer gar nicht an gehabt!)... Habe ich sie auf dem Büroteppich "abradiert"??? Und das bei teuren Markenschuhen!!! (Mal sehen, ob ich morgen noch ein Foto davon mache, bevor ich sie beerdige... Schuhsohlen kosten ja mehr als neue Schuhe...)

Also eben noch Schuh-Schnäppchen gemacht, war zwar im Budget nicht eingeplant, aber nützt ja nichts... (Auf Schuhen sind übrigens 6 Monate Gewährleistung, sagte die Verkäuferin, das wusste ich noch nicht.)


Montag, 28. Januar 2008

Tochterbesuch im Januar

Viel zu schnell sind die zehn Tage vorbei gegangen!
Ich habe extra ein bisschen gewartet mit einem Bericht, um erst einmal alle Eindrücke "sacken" zu lassen... Da war sie nun also, meine große "kleine" Tochter, besonnen, glücklich und strahlend. Sehr erwachsen geworden in den letzten Monaten, und dennoch immer "einfach mein Kind".

Als ich sie im letzten März in Rom verließ, war sie ein junges Mädchen, nun hat mich eine sehr liebenswerte junge Frau besucht. Ein wenig seltsam, wenn man die Entwicklung nur unzureichend aus der Ferne begleiten darf.



Sie hat aufgeräumt, nicht nur ihr Zimmer und ihre Dinge, auch Freundschaften wurden auf die wichtigen reduziert, die uralt-Mailadresse gelöscht - irgendwie hat sie deutlich sichtbar ihr ganzes Leben aufgeräumt... Das "Ausmüllen" in ihrem Zimmer ist nicht wirklich spurlos an mir vorbei gegangen - es fühlte sich wirklich an wie ihr Auszug und war mit einer gehörigen Portion Sentimentalität auf meiner Seite verbunden. Nesthäkchen ist erwachsen geworden... (und spricht Italienisch am Telefon, als hätte sie es schon immer gesprochen!)

Wir haben viel Zeit miteinander verbracht, Abende mit Limoncello und Wein am Küchentisch, ein "verbummelter Sonntag", wir haben geredet, geredet, geredet, als könnte man auf diese Weise Monate nach- und auch vorholen. (Nichts gegen Telefonate, aber "live" zusammen zu sitzen ist einfach tausend mal schöner!) Nicht zu vergessen die mitgebrachten Pasta-Köstlichkeiten!

Außerdem gab's natürlich Ninas Geburtstag zu feiern (sorry, dass der dabei so ein wenig unterging, und ich war so krank...), die besten Freundinnen (Navina ging hier ein und aus, will mir scheinen, dabei betraf es nur die Wochenenden! Danke für Apfelstrudel mit Vanillesoße), Oma und Petra (auf Töchterleins speziellen Wunsch, ein gelungener Abend,) mussten getroffen werden, der Bruder war ganz, ganz wichtig (spaßiges Aufräumen, Begrüßung und Verabschiedung am Flughafen seien hier besonders genannt) - und die Schwester auf jeden Fall und sowieso!

Shoppen war ein "Muss", da in bella Roma nicht alles in passender Größe zu kaufen ist (Stiefel!), dank vorhandener Zuwendungen (Weihnachten war ja noch nicht lange her!) war auch das eine oder andere Extra mit drin - vor allem der Koffer musste ersetzt werden! Und es hat ihr offenbar Freude gemacht, auch ein paar Teile für mich auszusuchen. Ein entspannter Vormittag in Harburg!

Da mein Chef mir quasi ein paar Urlaubstage "hinterher getragen hatte" (ich war ja auch trotz heftiger Erkältung und nächtlichem Fieber nicht ausgefallen - die Rechnungen mussten raus! Ich habe aber das freundliche Gefühl, dass ich deutlich besser behandelt werde als viele Kollegen), konnte ich einige Tage mit ihr wirklich entspannt genießen und sie schlussendlich am Montag vergangener Woche zum Flughafen begleiten.

Nur dieser Trennungsschmerz, scharf und schneidend, wird wohl bei jedem Abschied mein Begleiter sein...

Donnerstag, 10. Januar 2008

Krank?

Als ich gestern aufwachte, merkte ich schon, dass da etwas nicht stimmte mit mir... Und Cheffe sah es mir auch sofort an, bot mir an, jederzeit nach Hause zu gehen. (Dann muss ich wirklich sehr elend ausgesehen haben!) Schön wär's gewesen, war aber immer noch unter dem gewaltigen Zeitdruck mit den Jahresabschluss-Rechnungen, was ich ihm auch sagte. Später bot er mir sogar sein höchtspersönliches Aspirin an. Also durchgehalten und in der Nacht mächtig gefiebert. Heute dank zweier humanmedizinischer Chemikalien (oder dank des Fiebers?) schon fast wieder okay. Der größte Berg Rechnungen ist auch erledigt, es ist Land in Sicht!

Morgen darf ich mich vorzeitig aus dem Büro verabschieden, um das Töchterlein am Flughafen begrüßen zu können - Fahrdienst ist auch gefunden. Und Ende nächster Woche bis Montag zum Abflug von Töchterchen Urlaub! Freu!

Heute abend letzte Vorbereitungen zwecks Begrüßung der Wahl-Römerin getroffen - ich hab es gerne, wenn alles "auf den Punkt" stimmt. Und morgen wird's dann ein buntes Durcheinander hier!

Große Vorfreude - und kein Fieber mehr!

Samstag, 5. Januar 2008

Servicewüste

Auf, auf zur Paketaufbewahrung in Harburg! Dachte ich mir so und freute mich, nach 3 Wochen Laufzeit - trotz Express-Zuschlag (s.u.) - endlich das italienische Weihnachtspaket in Empfang nehmen zu können. (BTW: S-Bahn-Fahren macht keinen Spaß mehr, seitdem die Linie bis Stade verlängert wurde und sehr unzuverlässig geworden ist.)

Habe in Harburg sogar gleich den richtigen Ausgang gefunden ("Neuländer Platz" steht nicht auf der google-map, und "Harburger Poststraße" ist nicht ausgeschildert), mich brav in die Warteschlange eingereiht, meine Abholkarte und meinen Ausweis gezückt - da musste ich erfahren, dass das Paket nicht dort zur Aufbewahrung gelagert wird! Ich konnte die Postangestellte dann überzeugen (Lust schien sie nicht dazu zu haben, aber ich habe dann wohl ausreichend "bedeppert" ausgesehen), die Post in Neugraben anzurufen und nachzufragen... Jawohl, es liege in der Neugrabener Bahnhofstraße, und ich hätte ja schließlich sieben Tage Zeit für die Abholung! Und jetzt sogar noch 45 Minuten Zeit, bis die Post geschlossen würde.

Mittlerweile regente es beständig vor sich hin. Natürlich war die S-Bahn gerade weg, also Wartezeit... (In Neugraben angekommen festgestellt, dass keine Bahnhofsuhr richtig geht. Eine steht auf 12 Uhr, eine andere auf 13.30 Uhr.) Zur Post getappert, mittlerweile klitschnass geregnet, und dort kurz vor Toresschluss mein Paket ausgehändigt bekommen. Die Angestellte sagte mir, nachdem ich vorsichtig meinen Unmut geäußert hatte, dass für mich sämtliche Pakete grundsätzlich in Neugraben gelagert würden, der Auslieferungsfahrer sei eine Harburger Vertretung gewesen und hätte halt falsche Benachrichtigungskarten im Wagen gehabt. Auf meine Bitte, mir die Telefonnummer von dieser Post (bin immer noch versucht, "Postamt" zu schreiben, aber ein "Amt" ist es ja schon lang nicht mehr) zu geben für spätere Nachfragen, reagierte sie abschlägig.

Zwecklos, nach einer Adresse zu fragen, an die ich vielleicht einen Beschwerdebrief hätte schicken können...

Klitschnass geregnet und nach zwei Stunden Hin- und Herfahrerei bin ich dann völlig "bedient" zu Hause angekommen. Und die einzige Möglichkeit, meinen Ärger los zu werden ist dieser Eintrag. (BTW: Die Internetseite von Post/DHL ist der reine Horror, und ein Track & Trace für Pakete ins Ausland ist auch nicht möglich.)

Nebenfrage ins Blaue: Warum haben wir eigentlich - gerade weil wir unsere Pakete zu Weihnachten verhältnismäßg spät aufgegeben hatten - die teuren Expresszuschläge bezahlt, wenn die Laufzeit dann drei Wochen beträgt? Normale Laufzeit ohne irgendwelche Extras beträgt sonst zehn Tage...

Freitag, 4. Januar 2008

der ganz normale Wahnsinn

Nachdem ich total erholt und gut gelaunt meinen Brot-und-Butter-Job wieder aufgenommen habe, bricht die Arbeit sofort über mich herein. Massen an Rechnungen müssen bis zum 17.01. beim Empfänger sein, ein fast nicht schaffbares Pensum. Deshalb habe ich gestern am Arbeitsplatz eine Abendschicht eingeschoben und fast zwei Stunden mutterseelenallein gewerkelt. Einziges Bedürfnis nach meiner Heimkehr: ins Bett!!! Aber schon klingelte das Telefon:

Unser Weihnachtspaket ist gestern in Rom angekommen - so hatten Töchterchen und Co. dann ein paar nachweihnachtliche Überraschungen. War anders geplant, aber was soll's. [Im Gegenzug habe ich heute hier eine Benachrichtigungskarte für das Paket aus Rom. Also egal, in welche Richtung etwas geschickt wurde, es hat jetzt drei Wochen gedauert. Nun kann ich das Paket noch nicht einmal aus der Packstation abholen (neuerdings werden dort alle tagsüber nicht zustellbaren Sendungen deponiert), sondern muss ins Paketzentrum nach Harburg fahren! Immerhin sind die Weihnachtsgeschenke dann noch eine Woche vor Marens Besuch hier und hoffentlich auch alle verteilt.]

Das andere Telefonat, das mich dann gestern am frühen Bettgehen hinderte und dann sogar dermaßen belebte, dass ich erst nach Mitternacht wieder die nötige Bettschwere hatte, beinhaltete eine Art PC-Hotline-Support. Nur: Für das Zusammenspiel Windows98/Arcor-DSL waren meine Ideen wenig hilfreich. Ich erinnere mich an ähnlich kapriziöses Verhalten von WinME/Alice, aber die dabei gewonnenen Erfahrungen waren so nicht übertragbar.

Heute früh also aus den Federn gequält und im Büro robotergleich weiter gewerkelt, nach meiner Heimkehr erstmal ins Bett gefallen und drei Stunden tief und fest geschlafen.

Der Alltagswahnsinn hat mich also wieder.